Print Friendly, PDF & Email

Lesezeit: 3 Minuten

Kiel (LOZ). Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote hat heute der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) zu ihrem 50-jährigen Bestehen gratuliert. Er sei als Innenminister sehr froh über die gute und konstruktive Zusammenarbeit, sagte Grote in seinem Grußwort im Rahmen des Landesdelegiertentages.

Die 8.039 Frauen und Männer in der Landespolizei sowie die rund 1.120 Auszubildenden in Eutin und in Altenholz kümmerten sich in Schleswig-Holstein um 2,8 Millionen Menschen. „Sie vermitteln Sicherheit, helfen, ermitteln, setzen sich für Recht und Ordnung ein. Das ist eine herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe. Und deshalb ist es gut, wenn Interessenvertretungen auch die persönlichen Belange der Frauen und Männer im Blick haben“, so Grote.

Die Landespolizei sei ein moderner und attraktiver Arbeitgeber. Das sei auch dem Einsatz und der Beharrlichkeit der Interessenvertretungen zu verdanken. Diese setzten immer wieder Impulse, stießen Debatten an oder forderten konkrete Maßnahmen ein. „Vielleicht sind wir uns nicht in jedem Falle einig. Vielleicht kann auch nicht jede Forderung erfüllt werden. Aber dieses Engagement ist es, das maßgeblich dafür sorgt, dass sich die Landespolizei weiterentwickelt. Und auch wir als Landesregierung haben seit der Landtagswahl einen erkennbaren Schwerpunkt auf die Verbesserungen bei der Landespolizei gelegt“, so Grote.

So sei von geplanten Schließungen kleiner Polizeistationen Abstand genommen worden. Die Ausstattung habe man weiter verbessert, sowohl in Form persönlichen Schutzes wie Stichschutz-Westen und „ballistischen“ Helmen als auch in Form modernster und für alle Eventualitäten geeigneter Waffen. Die Polizistinnen und Polizisten erhielten künftig Smartphones mit speziell auf ihre Anforderungen abgestimmten Anwendungs-Programmen. Dadurch werden Arbeitsschritte vereinfacht und beschleunigt. Damit sei Schleswig-Holstein deutlich weiter als andere Bundesländer.

Statt Stellen abzubauen würden diese in den kommenden Jahren um 500 erhöht. Aktuell erarbeiteten die Amts- und Behördenleiter ein Konzept, wie die zusätzlichen 500 Stellen im Polizeivollzugsdienst verteilt werden sollen. Mit dem Kompetenzzentrum digitale Spuren setze die Landespolizei auch in diesem Bereich Maßstäbe.

„Und mit dem Neubau des Kriminaltechnischen Instituts vollziehen wir auch die im Hintergrund notwendigen Modernisierungsschritte, um die modernste Technik zielgerichtet und effektiv zu nutzen“, so Grote.

Ein zentraler Faktor sei für die Landesregierung das Wohl der Beschäftigten. Der Auftrag zur Konzeption einer unabhängigen Beratungs- und Beschwerdestelle im Innenministerium wurde bereits erteilt. Was die Strukturmaßnahmen und Beförderungsplanung angeht gibt es bereits erste spürbare Effekte. Über 880 Vollzugs- und Verwaltungsbeamte würden dieses Jahr befördert und damit etwas mehr als letztes Jahr. Gerade werde geprüft, wie sich die gesundheitliche Vorsorge verbessern lässt. 4,5 Millionen Euro pro Jahr stelle die Landesregierung zur Verfügung, um die Verkürzung der Wochenarbeitszeit nach §10 Arbeitszeitverordnung umzusetzen. Der Arbeitszeiterlass sei derzeit in finaler Bearbeitung. Von der Flexibilisierung der Dienstzeitplanung über Umzieh- und Rüstzeiten bis hin zum Abbau unvertretbarer hoher Mehrarbeitsstände seien viele Elemente angepasst worden.

Zum Jahreswechsel seien nach Tätigkeit gestaffelte Verbesserungen in der Erschwerniszulagenverordnung für Mitglieder der Einsatzhundertschaft, Beamtinnen und Beamte der zivilen Streifenkommandos, Fahndungs- und Aufklärungskräfte beim Staatsschutz und Personenschützer, sowie Kräfte des Spezialeinsatzkommandos, des Mobilen Einsatzkommandos, verdeckte Ermittlerinnen und Ermittler und beim Verfassungsschutz für die Mitglieder der Observationsgruppe und der begleitenden Operativtechnik geplant.

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen