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Kiel (LOZ). Ministerpräsident Daniel Günther hat an die Menschen in Schleswig-Holstein appelliert, in der Corona-Krise weiterhin fest zusammenzuhalten. „Die kommenden Wochen werden für uns alle ein Kraftakt werden. Es kommt jetzt auf jede und jeden von uns an, dass wir aufeinander aufpassen und uns umeinander kümmern“, sagte Günther heute (18. März) in einer Regierungserklärung im Landtag in Kiel.

Damit alle so schnell wie möglich in das gewohnte Leben zurückkehren können, habe das Kabinett drastische Maßnahmen beschlossen, so der Regierungschef weiter: „Wir sind in einer besonderen Situation, in der wir gemeinsam Entscheidungen treffen müssen, die wir uns bis vor kurzem so nicht vorstellen konnten. Dies ist die Stunde, in der die demokratischen Kräfte zusammenstehen“, sagte Günther.

Sämtliche öffentliche Veranstaltungen würden nicht mehr stattfinden, Schulen, Kitas, Restaurants, viele Geschäfte und Einkaufszentren seien geschlossen. Auch im privaten Bereich sollen Kontakte aufs Nötigste beschränkt werden: „Nehmen wir Rücksicht, halten Abstand und helfen trotzdem Menschen, die alleine nicht zurechtkommen. Wir müssen jetzt füreinander da sein“, so der Regierungschef. Es mache ihm Mut, dass es zahlreiche Nachbarschaftshilfen gebe, um für Kranke und Ältere einzukaufen. Im Gesundheitswesen und an vielen anderen Stellen werde hart dafür gearbeitet, um die Versorgung zu sichern.

„Danke an alle, die im Einsatz sind und die in dieser Krise die wahren Helden sind: Alle, die sich um Erkrankte kümmern, die dafür sorgen, dass die Regale voll sind, die die Kinderbetreuung übernehmen, sich um Ältere kümmern, für ihre Nachbarn da sind und Sicherheit und Ordnung garantieren. Dieser Einsatz ist sehr beeindruckend“, sagte Günther. Gleichzeitig bat er alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und um Mithilfe: „Jeder einzelne ist jetzt gefragt. Dann kommen wir bestmöglich durch diese Zeit. Halten wir zusammen!“

Der Regierungschef trat Befürchtungen entgegen, dass die Lebensmittel in Schleswig-Holstein knapp werden: „Bewahren Sie vernünftiges Augenmaß beim Einkaufen. Auch hier ist Solidarität jetzt wichtig, damit sich Hamsterkäufe nicht selbst verstärken und am Ende viele Lebensmittel im Müll landen. Es ist genug für alle da.“

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