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Kiel (LOZ). Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack hat nach dem ersten Bundesweiten Warntag auf die Notwendigkeit regelmäßiger Übungen zur Warnung der Bevölkerung hingewiesen:

„Die Innenministerkonferenz hat sich auf einen regelmäßigen Bundesweiten Warntag verständigt, weil unsere Warninfrastruktur in den vergangenen Jahrzehnten nach dem erfreulichen Fall des Eisernen Vorhanges nicht mehr die notwendige Beachtung gefunden hat. Bund und Länder sind nun wieder dabei, eine flächendeckende Infrastruktur aufzubauen. Der erste Warntag hat die Notwendigkeit solcher Übungen mal wieder bewiesen. Ich danke ausdrücklich allen, die sich daran beteiligt haben“, erklärte Sütterlin-Waack in Kiel.

In Schleswig-Holstein haben die Rettungsleitstellen des Landes, sofern technisch möglich, um 11 Uhr die Sirenen mit dem einminütigen Warnton heulen und um 11.20 Uhr den Entwarnungston folgen lassen. Dies war in den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und Herzogtum Lauenburg der Fall. „Die Sirenen sind also auch dort nicht zentral vom Bund angesteuert worden. Das ist technisch derzeit nicht möglich und war bekannt“, so die Ministerin.

In den anderen Kreisen und Kreisfreien Städten sollte die flächendeckende Warnung der Bürgerinnen und Bürger zeitgleich über die kostenlose WarnAPP des Bundes und der Länder – NINA –  sowie Stadtinformationstafeln und den Rundfunk stattfinden, da auch die direkte Ansteuerung der Sirenen über die Rettungsleitstellen der Kreise nicht möglich ist. Bei dieser Auslösung hat es aufgrund technischer Schwierigkeiten eine Verzögerung gegeben. „Mehrere Bundesländer hatten zusätzlich zu der bundesweiten Warnung eigene Warnmeldungen im System angelegt – dadurch kam es zu einer Überlastung und der folgenden Verzögerung“, so Sütterlin-Waack.

Erfreulich sei das große Interesse der Menschen am Warntag gewesen. Das Ziel, die Sensibilität für die Notwendigkeit sowohl eines zuverlässigen Warnsystems für alle als auch der persönlichen Notfallvorsorge zu wecken, sei nach ihrer Einschätzung erreicht worden.

Nun gelte es, den Warntag auszuwerten und die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Dies betreffe insbesondere auch die vorhandenen Schnittstellen der technischen Warnsysteme und die notwendige weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern. „Die heutigen Erfahrungen werden bei der weiteren Entwicklung des Modularen Warnsystems MoWaS berücksichtigt, und dann wollen wir alle gemeinsam besser werden. Das ist ja der Sinn und Nutzen von Übungen“, so Sütterlin-Waack.

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