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Kiel (LOZ). Im Jahr 2019 ist die Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein das fünfte Jahr in Folge gesunken, es wurden 4.476 Fälle registriert. Da durch die Corona-Pandemie die Menschen wesentlich mehr Zeit zu Hause verbringen als sonst üblich, ist damit zu rechnen, dass in diesem Jahr die Zahlen weiter sinken werden. Das wird mittelfristig nicht so bleiben. Deshalb ist es wichtig, weiter wachsam zu bleiben. Das gilt für die nachbarschaftliche Aufmerksamkeit im Wohngebiet vor Ort, aber auch für die Maßnahmen der Landesregierung.

Schon zu Zeiten der damaligen Küstenkoalition aus SPD, Grünen und SSW wurde ein Programm aufgelegt, das Eigenheimbesitzer und Mieter durch finanzielle Zuschüsse zu baulichen Sicherungsmaßnahmen ermutigen sollte. „Das Programm war in den letzten Jahren ein voller Erfolg und es hat das Leben in unserem Land sicherer gemacht! Dass die Landesregierung in ihrem aktuellen Haushaltsentwurf die Mittel für den Einbruchschutz in Höhe von 1,8 Millionen Euro nicht wieder eingeplant hat, ist das falsche Signal. Hier muss nachgebessert werden und dementsprechend werden wir das beantragen“, sagt dazu die polizeipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Kathrin Bockey.

„Einbruchopfer leiden oft sehr lange unter den psychischen Folgen der Erkenntnis, dass in ihren privatesten Schutzbereich fremde Personen eingedrungen sind. Materielle Verluste lassen sich da manchmal leichter verschmerzen, als das Gefühl von Schutzlosigkeit in den eigenen vier Wänden. Bis zu 15 Prozent der Investitionskosten für bauliche Sicherungsmaßnahmen gab das Land Schleswig-Holstein über die Investitionsbank SH bisher dazu, wenn in Einbruchschutz investiert wurde. Das Verhältnis von Einbruchversuchen, also abgebrochenen Taten, zu vollendeten Delikten hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Das ist in meinen Augen eindeutig auch auf den verbesserten Einbruchschutz zurück zu führen. Also sollte hier die Devise lauten: „Nachbessern, nicht nachlassen beim Einbruchschutz!“

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