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Kiel (LOZ). Das Budget für Wohngeld wird für das laufende Jahr um 5,4 Millionen Euro auf 57,4 Millionen Euro aufgestockt. Eine entsprechende Erhöhung hat das Kabinett heute beschlossen.

„Die Zahl der Anträge auf Wohngeld ist in diesem Jahr deutlicher gestiegen als erwartet. Häufig handelt es sich bei den Antragstellern um Haushalte, deren Einkommen sich nur knapp über der Grenze zum so genannten „Aufstocken“ bewegt. Es ist gut, dass wir diesen Familien mit dem Wohngeld schnell und durch den online-Antrag auch unbürokratisch helfen können“, erklärte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen derzeit corona-bedingt Kurzarbeitergeld beziehen oder schlimmstenfalls arbeitslos wurden, könne der deutliche Anstieg niemanden überraschen. Die Zahl der Wohngeldhaushalte ist im Jahresverlauf von 18.275 zum 31. Dezember 2019 auf 23.875 im Juni 2020 gestiegen. Wohngeld können Haushalte mit geringem Einkommen bekommen, die zur Miete oder im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung wohnen und keine Unterstützung wie zum Beispiel Hartz IV bekommen.

Noch deutlicher fiel der Anstieg der Ausgaben für die gezahlten Wohngeldleistungen aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen diese in den ersten neun Monaten des Jahres um durchschnittlich über 40 Prozent. Das Wohngeld war erst zum 1. Januar 2020 erhöht worden, beispielsweise für Zwei-Personen-Haushalte von 145 Euro auf 190 Euro im Monat. Die Landesregierung hatte entsprechend mit Ausgabensteigerungen von 25 Prozent gerechnet.

Sütterlin-Waack betonte, dass nach wie vor lediglich ein vergleichsweise geringer Teil der Berechtigten die Leistung in Anspruch nehme. Unter anderem deshalb teste Schleswig-Holstein seit Juni 2019 das bundesweite Pilotprojekt zur Digitalisierung der Antragsbearbeitung. „Wir wollen die Beantragung von Wohngeld einfacher und transparenter machen“, so die Ministerin.

Weitere Informationen zum Wohngeld:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/W/wohnen/wohngeld.html

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