Lesezeit: 2 Minuten

Kiel (LOZ). Aktuell wurden die Ergebnisse der Bedarfsanalyse für die Frauenhäuser im Landtag vorgestellt. Begleitet wurden sie in Kiel von landesweiten Protesten der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenhäuser und der Vertreterinnen der Frauenhäuser aus dem gesamten Land. Diese machten vor Ort noch einmal deutlich, dass ihre finanziellen Mittel nicht ausreichend sind, was auch die Bedarfsanalyse deutlich gezeigt hat.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Bockey hatte sich im Vorwege mit dem Frauenhaus Schwarzenbek im Rahmen einer Digitalkonferenz zu deren Situation informiert. Kathrin Bockey dazu: „Die Kritik der Frauenhäuser an der Bedarfsanalyse ist gerechtfertigt. Die geplante Aufstockung der Mittel bei der Erhöhung der Platzkostenpauschale hört sich gut an. Sie wird aber dadurch aufgefressen, dass die Mieten und Nebenkosten der Frauenhäuser pauschal abgegolten und nicht an den realen Bedarf angepasst werden. Es ist auch nicht richtig, dass bei der Finanzierung der Frauenhäuser diese jetzt ausgespielt werden gegen die Frauenfachstellen, die der reinen Beratung dienen. Beides hat seine Berechtigung und beide Institutionen müssen auskömmlich finanziert werden. Das ist bis jetzt nicht der Fall. Als SPD Fraktion fordern wir, den Haushaltsansatz für die Frauenhäuser noch einmal um 2,5 Millionen auf 10 Millionen Euro zu erhöhen. Das ist wichtig, um die Finanzierung der zusätzlichen Frauenhausplätze zu verstetigen. Es kann auch nicht sein, dass die Frauenhäuser jetzt noch einmal mit den Kommunen über fehlende Mittel verhandeln sollen. Hier macht es sich Innenministerin Sütterlin-Waack zu einfach, es ist ihre Aufgabe, eine Einigung mit den Kommunen über Kostenbeteiligungen herbei zu führen! Die Bedarfsanalyse hat genau gezeigt, dass erhebliche Summen an Geld fehlen. Hier muss nachgebessert werden und wir werden die vagen Andeutungen der Ministerin im Blick behalten. Es kann nicht sein, dass die Frauenhäuser nicht wissen wie sie Strom, Heizung und Internet bezahlen sollen. Schleswig-Holstein ist zurecht stolz darauf, dass Deutschland die Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt unterschrieben hat. Nun muss das Land auch seiner damit verbundenen Verpflichtung nachkommen und die Qualitätsstandards umsetzen helfen. “

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.