(LOZ). Im der Nacht vom 3. auf den 4. Januar führten Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres (PABR) Ratzeburg mit insgesamt fünf Beamten sog. Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung der Kfz-Kriminalität durch.

Im Rahmen dieser Kontrollen hielten die Beamten gegen 3.40 Uhr, auf dem Parkplatz Roseburg, Fahrtrichtung Berlin, einen Toyota Landcruiser mit russischen Kennzeichen an. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs stellten die Beamten fest, dass die vorgelegten russischen Fahrzeugpapiere gefälscht waren und der Toyota selbst am 27. Dezember 2017 in Schweden entwendet worden war. Der 40-jährige Fahrer wurde daraufhin zunächst vorläufig festgenommen und der Landcruiser sichergestellt.

Da ein dringender Tatverdacht wegen einer Beteiligung des Mannes an der Entwendung des Fahrzeugs in Schweden mangels diesbezüglicher Beweismittel nicht zu begründen war und der Beschuldigte über einen festen Wohnsitz in Lettland verfügt, wurde er nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen und verantwortlicher Vernehmung wieder entlassen. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei und der Urkundenfälschung wurde gegen ihn eingeleitet. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Ratzeburg geführt.

Etwa zur gleichen Zeit fiel Beamten des PABR Ratzeburg ein VW Golf mit polnischen Kennzeichen auf, der von einer männlichen Person in Fahrtrichtung Berlin geführt wurde. Die Beamten versuchten den Golf mit zwei zivilen Streifenwagen anzuhalten und den Fahrer zu kontrollieren. Dieser beschleunigte sofort und entzog sich durch rücksichtslose Fahrweise der Kontrolle.

Der Golf flüchtete nun auf der BAB 24 mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Berlin. Hierbei fuhr er teilweise Schlangenlinien über die vorhandenen Fahrstreifen, um so ein Überholen der Streifenwagen zu verhindern. Zwei weitere Anhalteversuche durch Streifenwagen der Brandenburger Polizei schlugen auf Grund der besagten Fahrweise fehl. Bei einem dritten Versuch auf Höhe der AS Neuruppin kam es zu einer Kollision zwischen dem flüchtenden Golf und einem zivilen Funkwagen des PABR Ratzeburg.

Beide Fahrzeugführer verloren dadurch die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und kollidierten mit der Seitenschutzplanke. Die Fahrzeuge kamen beschädigt auf der Fahrbahn zum Stehen. Sowohl der Golf als auch der Funkwagen waren nicht mehr fahrbereit. Der Fahrer des Golfs konnte von den Beamten festgenommen werden. Hierbei handelte es sich um einen 28-jährigen Osteuropäer.

Dieser wurde durch den Unfall leicht verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Die beteiligten Beamten wurden nicht verletzt. Eine Überprüfung des VW Golfs ergab, dass dieser kurz vorher in Hamburg entwendet worden war. Die Originalkennzeichen lagen noch im Fußraum der Beifahrerseite. Der Halter des VW Golf hatte den Diebstahl noch gar nicht bemerkt. Die weiteren Ermittlungen hierzu werden von der Polizei Hamburg geführt.