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(LOZ). Im Rahmen der Bekämpfung der Kraftfahrzeugdiebstähle im Hamburger Randgebiet wurde mit Datum vom 1. April 2017 eine gesonderte Ermittlungsgruppe, bestehend aus Beamten des Kommissariats 17 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck, der Kriminalinspektion Bad Oldesloe, der Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Ratzeburg und zunächst des 3. Polizeireviers Lübeck gegründet.

In dem zuletzt bearbeiteten Verfahrenskomplex fokussierten sich ab Mai 2018 die Ermittlungen der Ermittlungsgruppe auf zwei Osteuropäer, 32 und 36 Jahre alt, die sich zeitweise in Hamburg aufhielten. Die beiden Männer stehen in Verdacht schwerpunktmäßig Fahrzeuge der Marken Mazda, Ford und Mercedes im Bereich Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen entwendet zu haben.

Für die Öffnung und zum Starten der Fahrzeuge setzten die Tatverdächtigen verschiedene Werkzeuge ein. Bei Fahrzeugen der Marke Mercedes kam ein sogenannter Funkwellenverlängerer zum Einsatz. Die Fahrzeuge wurden nach dem Diebstahl überwiegend in Wohngebieten in einiger Entfernung von den Tatorten abgestellt und jeweils einige Tage nach der Tat mit Kennzeichen-Dubletten ausgestattet, um die Fahrzeuge von weiteren Personen, die sich als Kuriere betätigten, nach Polen überführen zu lassen.

Im Laufe der Ermittlungen konnten – auch unter Beteiligung der Polizei Brandenburg –  Fahrzeuge, die zur Abholung abgestellt waren oder sich bereits auf dem Weg nach Polen befanden, sichergestellt und an die Eigentümer zurückgeführt werden.

Am 17. Juli 2018 kam es in Hamburg in der Nähe einer Anlaufadresse der Tätergruppe zur Festnahme der zwei Tatverdächtigen sowie eines bereits angeworbenen Kurierfahrers durch Beamte der Ermittlungsgruppe und der Polizei Hamburg.

Die mutmaßlichen Haupttäter wurden dem Haftrichter beim Amtsgericht Lübeck vorgeführt und befinden sich wegen des dringenden Tatverdachts des besonders schweren Diebstahls in sieben bzw. acht Fällen in Untersuchungshaft.

Im Zuge der sich der Festnahme anschließenden Durchsuchungsmaßnahmen konnten eine Vielzahl von Fahrzeugschlüsseln, vorbereiteten Kennzeichen-Dubletten sowie weitere Beweismittel sichergestellt werden.

Die Ermittlungen bzgl. derzeit insgesamt 15 Kfz-Komplettentwendungen dauern an.

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