(LOZ). Am Samstagabend (1.5.) ist in Gudow ein Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft ausgebrochen. Dabei wurde ein Mann leicht verletzt. Das Gebäude ist durch das Feuer stark beschädigt worden und derzeit nicht bewohnbar. Die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Mordkommission haben die Ermittlungen aufgenommen.

Gegen 21.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu dem Feuer in der Straße Kaiserberg alarmiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das als Flüchtlingsunterkunft genutzte Gebäude bereits in Brand. Die Bewohner wurden evakuiert und konnten in einer nahegelegenen Einrichtung untergebracht werden. Ein Mann zog sich leichte Verletzungen zu, alle übrigen Bewohner blieben unverletzt.

Das betroffene Gebäude wurde durch das Feuer und die Hitzeeinwirkung stark beschädigt und ist derzeit nicht bewohnbar. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 350.000 Euro. Die Kriminalpolizei und Einsatzkräfte der Spurensicherung haben die Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort wurde beschlagnahmt.

Im Zuge der Ermittlungen konnte noch am Samstagabend ein 32-jähriger Bewohner der Unterkunft vorläufig festgenommen werden. Gegen ihn ermitteln die Lübecker Staatsanwaltschaft und das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung. Nach derzeitigem Sachstand befand sich der Mann zur Tatzeit in einem psychischen Ausnahmezustand. Er soll der Heimleitung per Kurznachricht mitgeteilt haben, dass er Feuer gelegt habe.

Anhaltspunkte für eine Brandlegung von außen oder/und einen politisch motivierten Hintergrund gibt es aktuell nicht.

Auf Antrag der Lübecker Staatsanwaltschaft soll der 32-Jährige noch heute (02.05.2021) dem Haftrichter vorgeführt werden. Über das Ergebnis der Vorführung wird am Montag nachberichtet.

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