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Ratzeburg (LOZ). Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz besuchte am vergangenen Donnerstag im Zuge einer Informationsrundreise durch das Lauenburgische zum Thema "Binnentourismus" als erste Station Ratzeburg. Im Ratssaal ließen er sowie die mitreisende Landtagsabgeordnete Annabel Krämer und Herzog Carl Michael zu Mecklenburg-Strelitz, Fürst von Ratzeburg, sich von Bürgermeister Gunnar Koech, Stadtmarketingkoordinatorin Katrin Jester und Bauamtsleiter Michael Wolf über die touristische Entwicklung der Inselstadt und über Bauvorhaben zur Stärkung der touristischen Infrastruktur informieren.

Günter Schmidt, Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS), ergänzte diese Ausführungen mit Blick auf die Region und stellte dabei einige Aussagen des neuen Tourismuskonzeptes für Ratzeburg vor. In diesem Zuge erläuterte Wirtschaftsminister Buchholz die Strategie des Landes, zukünftig den Binnentourismus stärker in den Fokus nehmen und die vielfältigen touristischen Kleinode im Binnenland für Gäste noch bekannter machen zu wollen. Dazu, so der Minister, bedürfe es aber auch einer geeigneten touristischen Infrastruktur, mit ausreichend Bettenkapazitäten sowie gastronomischen und kulturellen Angeboten, die auch jenseits der Hauptsaison Gäste locken können. Das Herzogtum Lauenburg mit seiner Seenlandschaft sowie dessen Nähe zu Hamburg, Lübeck und der Ostsee bekommt in dieser Strategie besondere Aufmerksamkeit. Hier sieht das Ministerium viel touristisches Entwicklungspotenzial.

Davon konnte sich Minister Buchholz im Anschluss an das Informationsgespräch selbst überzeugen. Stadtführer Klaus Lankisch lud vom Rathaus zu einem kurzen und informativen Stadtrundgang über die Domhalbinsel und überraschte den Minister dabei mit neuen und überzeugenden Perspektiven auf die Schönheit der Inselstadt und die sie umgebenden Seen. Bürgermeister Gunnar Koech bot Ratzeburg als möglichen Pilotstandort für touristische Entwicklungsmaßnahmen im Rahmen der Binnentourismusstrategie an und lud zu weiteren Gesprächen über konkrete Projekte, wie die Ansiedlung eines Hotels auf Marktplatz als Nachfolge der Kreissparkasse oder die Entwicklung einer Seebrücke anstelle des geplanten Badestegs an der Seebadestelle Schloßwiese. "Ratzeburg und die umliegende Region ist ein touristischer Rohdiamant", zeigte sich Gunnar Koech überzeugt, eine Einschätzung, die auch von Günter Schmidt von der HLMS vorbehaltslos geteilt wurde.

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