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Ratzeburg (LOZ). „Experten vor Ort“ referieren für „Interessierte vor Ort“ - auf diesen einfachen Nenner lässt sich das erfolgreiche Konzept der Dienstags-Vorträge der Ratzeburger Volkshochschule bringen, das sich in vielen Jahren einen treuen Publikumsstamm erarbeitet hat.

Das Vortragsspektrum reicht dabei von kulturellen Themen aus Kunst oder Musik über Naturwissenschaftliches und Anthropologisches bis hin zu geschichtlichen Schwerpunkten mit kulturhistorischen oder archäologischen Inhalten. Am 27. Oktober um 19 Uhr blickt Kreisarchivarin Dr. Anke Mührenberg im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses auf das "Barber-Ljaschtschenko-Abkommen", welches vor 75 Jahre unterzeichnet wurde und zu einem prägendem Gebietsaustausch in der Region um Ratzeburg führte.

Nicht nur der Zweite Weltkrieg endete vor 75 Jahren, Deutschland trennte ab diesem Zeitpunkt auch eine Grenze in zwei Teile. Der Verlauf der sogenannten Demarkationslinie führte allerdings im Bereich des Herzogtums Lauenburg und des benachbarten Mecklenburgs zu Schwierigkeiten in der Zuwegung und Versorgung bestimmter Orte. Nach mehreren Verhandlungen im Sommer 1945 unterzeichneten am 13. November 1945 mittags Generalmajor Colin Muir Barber als Vertreter der Britischen Rheinarmee sowie Generalmajor Nikolai Grigorjewitsch Ljaschtschenko als Vertreter des Oberkommandos der Roten Armee in der Gaststätte Goldener Löwe in Gadebusch einen Vertrag über einen Austausch von Gebieten. Über den Ablauf und die Folgen für die Einwohnerinnen und Einwohner, die sich in kürzester Zeit zum Bleiben oder Gehen mit allen Konsequenzen entscheiden mussten, wird auf Grundlagen der Quellen des Kreisarchivs, die detailliert den Ablauf der Aktion beschreiben, in diesem Vortrag berichtet.

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der Coronaabstandsregeln können nur 28 Personen an diesem Vortrag teilnehmen. Eine Voranmeldung unter Telefon 04541 / 20 67 26 oder volkshochschule@ratzeburg.de ist obligatorisch.

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