Ellen Gottschlich und Kathrin Orth in ihren Rollen als Müllerstochter und Rumpelstil. Foto: Durmis Özen Palma
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Weihnachts-Theater für Jahrgang 5 und 6 an der Gemeinschaftsschule Sandesneben

Sandesneben (LOZ). Weihnachtszeit ist Märchenzeit, doch manch eine Märchenbotschaft ist bei Lichte betrachtet gar nicht so märchenhaft. So droht im ursprünglichen Märchen vom "Rumpelstilzchen" der König die Müllerstochter zu töten, wenn sie nicht das Unmögliche wahr macht und aus Stroh Gold spinnt. Er sperrt sie ein, heiratet sie, als sie erfolgreich ist, und wird der Vater ihres Kindes. Aus heutiger Sicht eine sehr fragwürdige Entwicklung. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die junge Frau in ihrer Not sogar einen Pakt eingeht, bei dem ihr noch ungeborenes Baby der Preis für die Unterstützung durch einen namenlosen Mann mit Zauberkräften ist.

In der Neuinszenierung vom Osnabrücker "Musiktheater Lupe" entwickelt sich das "gute", alte Märchen vom Rumpelstilzchen in eine völlig andere Richtung. Bei "Rumpelstil" erhält die verzweifelte Müllerstocher, zwar immer noch Unterstützung von einem seltsamen grünen Männchen und der böse König bedroht sie weiterhin, doch dann nimmt die Geschichte eine andere Wendung. Hier entwickelt sich das junge Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt, es mit dem König aufnimmt und sogar den namenlosen Mann mit den Zauberkräften ... Es soll hier ja nicht zu viel verraten werden.

Mit großem Interesse verfolgten die Schüler der fünften und sechsten Klassen der Gemeinschaftsschule Sandesneben den Verlauf der Geschichte, bei der Geschlechterrollen in Frage gestellt und die eigene Selbstbestimmung mehr und mehr in den Fokus rückt. So war beim abschließenden Gespräch natürlich das Thema "Selbstbestimmung" von zentraler Bedeutung. Und noch eine Sache hatte das junge Publikum sehr beeindruckt: Ein Klatsch-Spiel faszinierte die Zuschauer so sehr, dass es am Ende nochmals als Zugabe vorgeführt werden musste. Kathrin Orth und Ellen Gottschlich beeindruckten dabei nicht nur mit ihrer Vielseitigkeit bei der Darstellung der verschiedenen Figuren, sondern auch mit ihren Gesangskünsten, sodass zum Finale beim Lied "Ich geh meinen Weg schräg" alle mitgingen und fröhlich mitklatschten.

Das Projekt wird von der Partnerschaft für Demokratie Kreis Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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