vlnr: Wehrführer Nico Hintz, Bürgermeisterin Kathrin Schöning und der gemeindliche Bauingenieur Rodja Groß. Foto: hfr
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Nachhaltiger Neubau sichert den Brandschutz für eine wachsende Gemeinde

Wentorf (LOZ). Am Freitag, 4. Juli, setzte die Gemeinde Wentorf bei Hamburg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr und des beauftragten Planungsteams nach einer mehrjährigen Planungsphase den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus. Mit dem Baubeginn startet ein wegweisendes Infrastrukturprojekt, das den Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes gerecht wird und zugleich Maßstäbe für nachhaltiges Bauen setzt.

Ein Gebäude mit Funktion für moderne Anforderungen

Der Entwurf des beauftragten Architekturbüros sieht einen U-förmigen Baukörper in innovativer Holzbauweise vor, mit einer nach Süden geöffneten Hoffläche und kurzen Wegen im Einsatzfall.

Auf dem 10.598 Quadratmeter großen Grundstück der ehemaligen Hauptschule entsteht mit einer Grundfläche von rund 2.000 Quadratmetern und einer Bruttogrundfläche von rund 3.200 Quadratmetern über zwei Geschosse, das neue Feuerwehrgerätehaus. Neben neun Fahrzeughallen für Einsatzfahrzeuge und einer Waschhalle mit Werkstattgrube, sind im Neubau, auch ein Übungsraum für den Musikzug, eine Atemschutzwerkstatt, Umkleideräume, Räume für die Jugendfeuerwehr sowie Lager- und Mehrzweckräume vorgesehen, der sich mittels mobiler Trennwände flexibel in bis zu drei Schulungsräume aufteilen lässt. Damit bietet das Gebäude nicht nur Raum für Einsatz und Technik, sondern auch für Ausbildung, Austausch und Gemeinschaft. Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wentorf sind im Außenbereich 42 PKW- und 30 Fahrrad-Stellplätze eingeplant.

Innovative Holzbauweise

Die Konstruktion basiert auf einer sichtbaren Holzskelettstruktur aus Brettsperrholzdecken, Holzstützen und -unterzügen, die sowohl durch den Einsatz des nachwachsenden Baustoffs Holz ökologisch überzeugt als auch flexible Umnutzungen in der Zukunft erlaubt. Die Holzschalung der Außenfassade gliedert sich in abwechselnd dunkle und helle, waagerecht ausgerichtete Flächen und stellt assoziative Bezüge zu den Elementen Feuer und Wasser her – ein Symbol für das Spannungsfeld, in dem die Feuerwehr tagtäglich wirkt.

Nachhaltige Umsetzung mit Förderung

Die Gemeinde Wentorf strebt für das neue Gerätehaus eine klimaneutrale Jahresbilanz an – durch Nutzung passiver Bauprinzipien und regenerativer Energien. Neben der Holzbauweise erhält das Gebäude ein Gründach und wird über eine Wärmepumpe, die mittels Photovoltaikanlage mit Stromspeicher mit Energie versorgt wird, beheizt.

Für die Umsetzung wurde beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen eine Förderung von 4,5 Millionen Euro beantragt. Zusätzlich wurde ein Zuschuss in Höhe von 120.000 Euro nach der Richtlinie zur Förderung von Feuerwehrhäusern in Schleswig-Holstein gewährt. Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf rund 20,6 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende des Jahres 2026 geplant.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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