Foto: hfr
Pin It

(LOZ). Die SPD-Kreistagsfraktion Herzogtum Lauenburg übt scharfe Kritik an der Entscheidung der Kreismehrheit von CDU und Bündnis90/ die Grünen, die Kulturförderung um 50.000 Euro zu kürzen. Für die SPD ist klar: Diese Entscheidung trifft direkt die Bürgerinnen und Bürger und schwächt das kulturelle Leben im Kreis erheblich.

Die Kürzung bedeutet ein Minus von über 20 Prozent im Kulturangebot – in einer Zeit, in der die Kosten für Veranstaltungen, Technik und Personal steigen. „Wer jetzt bei der Kultur streicht, kürzt bei gesellschaftlichem Zusammenhalt, Bildung und Lebensqualität“, erklären die SPD-Kreistagsmitglieder im zuständigen Ausschuss, Gitta Neemann-Güntner und Silke Wengorra.

Die SPD weist den Versuch zurück, die Folgen kleinzureden. Schon heute werde ein großer Teil der Kulturarbeit ehrenamtlich getragen. Dieses Engagement habe Grenzen. „Ehrenamtliche können keine Haushaltslöcher stopfen, die die Politik bewusst reißt“, so Neemann-Güntner und Wengorra.

Besonders alarmierend ist aus Sicht der SPD die Gefährdung etablierter Formate wie des „Kultursommers am Kanal“. „Sollte ein solches Erfolgsprojekt ins Wanken geraten, wäre das ein kulturpolitisches Armutszeugnis für den Kreis“, so Hinnerk Bruhn, ebenfalls SPD- Ausschussmitglied.

Die SPD warnt zudem vor sozialen Folgen: Wenn kostenfreie oder niedrigschwellige Angebote wegfallen, werden ausgerechnet diejenigen ausgeschlossen, die sich Kultur nicht einfach leisten können. „Am Ende zahlen die Bürgerinnen und Bürger den Preis – kulturell und sozial. Das ist kein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern.“

Zusätzlich kritisiert die SPD die Verzögerungen bei den Vertragsverhandlungen mit der Stiftung durch die Mehrheit von Schwarz/Grün seit August 2025. Diese Verzögerungen führten zu Planungsunsicherheit, unklaren Finanzen und Unsicherheit beim Personal. „Das ist keine Augenhöhe von Kreis und Stiftung, Schwarz/Grün setzt die gute Zusammenarbeit bewusst aufs Spiel“, so die SPD.

Deutliche Kritik richtet die SPD an CDU, Bündnis 90/Die Grünen und weitere Fraktionen, die diese Kürzungen mittragen. „Wer bei Gemeinwohlveranstaltungen spart, zeigt, welchen Stellenwert Kultur für ihn hat“, so die SPD.

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert eine Kurskorrektur und betont, dass Kultur keine freiwillige Nebensache sei, sondern ein zentraler Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge sei. „Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Kultur im Kreis nicht kaputtgespart wird.“

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.