Foto: hfr
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Fredeburg (LOZ). Ein lebendiges Zuhause zum Brüten, Sonnen und Summen soll jetzt im Stiftungsland Fredeburg am Rande von Mölln im Kreis Herzogtum-Lauenburg entstehen. Wo bislang Mais und Getreide wuchsen, entsteht in den kommenden Wochen ein lebendiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – eine 100-prozentige Tochter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – gestaltet das rund sechs Hektar große Stück Land ab dem 6. Januar neu. Aus dem bisherigen Acker wird dann Schritt für Schritt eine offene, artenreiche Weidelandschaft.

Zunächst rückt der Bagger für einige Tage an. Er trägt an kleinen Kuppen den Boden ab und bringt ihn gezielt in Senken ein. So entsteht eine sanft bewegte Landschaft, mit mageren Böden für seltene Pflanzen, wo die Sonne im Frühjahr und Sommer die exponierten Bereiche erwärmt. Zusätzlich werden aus Natursteinen kleine Haufen aufgeschichtet – perfekte Sonnenplätze, Verstecke und Winterquartiere für Zauneidechsen.

Nach den Tiefbaumaßnahmen mit den Baggern, wird der ehemalige Acker gepflügt und mit einer heimischen Saatmischung wieder neues, wildbuntes Leben eingehaucht. Mit etwas Glück breiten sich dann schon im kommenden Frühjahr Gräser und Wildkräuter- wie das Kammgras oder die Wiesen-Flockenblume aus, die den Insekten Nahrung bieten und Feldlerchen wieder einen geeigneten Platz zum Brüten am Boden geben.

Ein Gewinn für viele Tiere

Von der Umgestaltung des Intensiv-Ackers profitieren vor allem Feldlerchen, die offene übersichtliche Flächen brauchen, um ihre Nester am Boden anzulegen. Auch Zauneidechsen finden sonnige Rückzugsorte, während Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten über den reich gedeckten Blütentisch freuen. Spätestens im März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Danach übernehmen Weidetiere die Regie und sorgen mit ihrem immer-großen Appetit dafür, dass aus dem ehemaligen Acker eine lebendige Weidelandschaft mit Zukunft wird. „Wir verwandeln hier ein Stück Land in eine quirlig-bunte Vielfalts-Wohngemeinschaft, in der ganz bald die bedrohten Arten wie Feldlerchen, Zauneidechsen, und Wildbienen einziehen“, hofft Maßnahmen-Managerin Berenike Hansen von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein.

Die Maßnahme findet im Rahmen eines sogenannten Ökokontos statt. Dabei werden Eingriffe in Natur und Landschaft durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen ausgeglichen. Die Projektleitung liegt bei Berenike Hansen von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein.

Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – versteht sich als Dienstleisterin an der Schnittstelle zwischen Vorhabenträger*innen und Behörden. Immer dann, wenn Bauvorhaben Eingriffe in den Naturhaushalt verursachen, sorgt sie dafür, dass an anderer Stelle neue Lebensräume entstehen. Mithilfe der sogenannten Ökokonten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein werden geeignete Flächen gefunden, Maßnahmen geplant, fachgerecht umgesetzt und dauerhaft gepflegt.

Mehr Informationen unter: www.ausgleichsagentur.de

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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