Diesen „Geldbaum“ hatten Kolleginnen und Kollegen Heiner Roßmann geschenkt mit dem Zusatz „Der Kämmerer hat die Pflicht, für die Dauer seiner Amtszeit, den Geldbaum zu hegen und zu pflegen. Nur wenn die Anleitung genau beachtet wird, ist garantiert, dass das Geld für die Stadt Geesthacht weiterhin sprudelt.“ Das Bäumchen stand im Büro von Heiner Roßmann. Foto: Stadt Geesthacht – Wiebke Jürgensen
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Geesthacht (LOZ). Aufwendungen, Erträge, Investitionen, liquide Mittel, Jahresabschlüsse, Kassenkredite und Umlagen sämtlicher Couleur: Was vielen Personen nur verständnislose Blicke entlockt, sind für Heiner Roßmann Elemente eines Gesamtbilds, die man nur ins richtige Verhältnis setzen muss.

„Ich fühlte mich immer ein bisschen als Handwerker: Am Ende müssen die Zahlen passen – und genau das war es auch, was mich über die Jahre an meiner Aufgabe besonders gereizt hat. Mir hat das immer Spaß gemacht“, sagt der Leiter des Fachbereichs Finanzen und Immobilien. Das EINE Projekt, das eine besonders große Herausforderung war oder eine besonders weite Strahlkraft hatte, kann er in der Rückschau nicht ausmachen - aber genau das sei ja auch der Charakter seiner Position im Rathaus. „Als Finanzbereich steckt man in allen Themen drin, ist aber bei keinem Projekt federführend. Man stellt die Mittel zur Verfügung, wirkt bei mancher Fördermittelakquise mit. Die inhaltliche Betreuung und Ausarbeitung der Themen liegt dann aber beim jeweiligen Fachdienst. Ich habe selber kein Denkmal erschaffen, ich kann nur alles geordnet hinterlassen - und das mache ich.“

Heiner Roßmanns beruflicher Werdegang im Geesthachter Rathaus begann im August 1986 mit seinem Studium, das ihm Zugang zu dem gehobenen Dienst bei der Stadtverwaltung ermöglichte. Vorher hatte er nach dem Abitur vier Jahre bei der Bundeswehr gedient. Nach erfolgreichem Studium fasste Heiner Roßmann 1989 zunächst in der Bauverwaltung des Rathauses Fuß. Darauf folgten einige Jahre in der Zentralen Verwaltung, wo er sich unter anderem mit den Themen Organisation und EDV auseinandersetzte. Dann wechselte er in den Finanzbereich, wurde zuerst Fachdienstleiter und 2017 dann Leiter des Fachbereichs.

„In den ersten Jahren, in denen ich die Fachbereichsleitung innehatte, gehörten auch die Hochbauarbeiten der städtischen Immobilien noch in meinen Zuständigkeitsbereich. Das war dann schon eine große Herausforderung: Plötzlich war ich zum Beispiel zuständig für die Stadtbarkasse Piep oder für den Erweiterungsbau der BvS“, sagt Heiner Roßmann. Und ein Finanzthema prägte über Jahre seinen Arbeitsalltag: Die Umstellung auf die doppische Haushaltsführung. „2010 wurde die Doppik eingeführt. Das war eine riesige Aufgabe für den Fachdienst Finanzen, weil es bedeutete, dass wir nun eine Eröffnungsbilanz und die Jahresabschlüsse zu jedem Haushaltsjahr erstellen mussten“, erinnert sich Heiner Roßmann. Und auch bei Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze hat das Thema Doppik bleibenden Eindruck hinterlassen: „Als ich 2016 Bürgermeister wurde, hatten wir vier Tage nach Beginn meiner Tätigkeit direkt einen Termin im Innenministerium. Dort wollte man unseren Haushalt nicht genehmigen, weil noch die Eröffnungsbilanz fehlte. Heiner Roßmann hat dann die fehlende Eröffnungsbilanz und die Jahresabschlüsse von sechs Jahren aufgearbeitet, was zeitlich sehr aufwendig war und große fachliche Expertise erforderte. Vielen Dank für die hervorragende Arbeit“, sagt Olaf Schulze.

Der 19. Dezember 2025 war sein letzter Arbeitstag im Rathaus, beschäftigt bleibt Heiner Roßmann bei der Stadt noch bis zum Ende der Freistellungsphase der Altersteilzeit am 31. Mai 2028. Wenn er nicht mehr täglich ins Rathaus geht, möchte der 62-jährige „Neu-Geesthachter“ – vor einigen Wochen ist er von Schwarzenbek in die Elbestadt gezogen – unter anderem wieder mehr Zeit fürs Reisen, fürs Fahrradfahren und fürs Kochen lernen nutzen. „Die Stadt Geesthacht hat in den vergangenen zehn Jahren viel an Attraktivität gewonnen“, sagt Heiner Roßmann, der bereits vor Jahren einen Bootsführerschein gemacht hat und Geesthacht vielleicht auch darum bewusst als neuen Wohnort gewählt hat. Dem Team des Fachbereichs „Finanzen und Immobilien“ sowie der gesamten Stadtverwaltung und Stadtpolitik wünscht er ein gutes Händchen für Geesthachts Haushalt. „Die finanzielle Lage der Kommunen hat sich landes- und bundesweit in den vergangenen Jahren verschärft und wird sich voraussichtlich weiter verschärfen. Die Aufgaben werden größer und die finanzielle Ausstattung angespannter – nehmen wir nur die Stichworte Grundschulbetreuung, Kita- und Ganztagsfinanzierung. Es warten viele Unwägbarkeiten... ich war über die Jahre immer mit einem Motto gut beraten: Das Ganze im Blick behalten und auch für das Kleine Lösungen finden.“

Kurznachrichten Geesthacht

 


Verkehrsbehinderungen an der Norderstraße
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Geesthachter Norderstraße einstellen. Für Arbeiten an einem Stromanschluss werden in der Zeit vom 15. Dezember bis voraussichtlich 24. Dezember auf Höhe der Hausnummer 10 zeitweise Absperrungen im Bereich des Gehwegs und der Fahrbahn notwendig.


Sprechstunde der Geesthachter Behindertenbeauftragten
Heike Lehmann, Geesthachts Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, geht in die Weihnachtsferien. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar finden darum keine Sprechstunden statt. Die nächste Sprechstunde ist dann für Donnerstag, 8. Januar 2026, vorgesehen. Heike Lehmann bietet regelmäßig an jedem 1. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr und an jedem letzten Dienstag im Monat von 11 bis 13 Uhr in den Räumen am Markt 5 bis 7 ihre offene Sprechstunde an. Menschen mit Handicap können sich in dieser Zeit mit Fragen und Anliegen bei ihr melden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Beratungsräume sind barrierefrei, die Beratung ist kostenfrei. Grundsätzlich ist Heike Lehmann telefonisch unter 0151-252 628 98 sowie per Email unter kontakt@geesthacht-beauftragter.de erreichbar.


Verkehrsbehinderungen in Geesthacht
Verkehrsteilnehmende müssen sich auf Behinderungen an der Berliner Straße in Geesthacht einstellen. Aufgrund von Pflege- und Fällarbeiten an mehreren Bäumen werden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Dezember jeweils zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr im Rahmen von Tagesbaustellen temporär der Gehweg und die Fahrbahn gesperrt.


 Alkohol- und Drogenberatung
Die Alkohol- und Drogenberatung teilt mit, dass ab sofort die offenen Sprechstunden wieder stattfinden. Diese finden statt: dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr, Markt 3 in Geesthacht und montags von 15 bis 17 Uhr, Mühlenweg 17 in Lauenburg. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung unter 04152 / 791 48 gebeten.


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