Erfolgsprojekt aus Ehrenamt und Kulturbegeisterung
Lauenburg (LOZ). Ein besonderer Moment für das Elbkino Lauenburg: In der nächsten regulären Abendvorstellung am Samstag, 14. März, wird voraussichtlich der 1.000ste Besucher begrüßt. Seit dem Neustart im Sommer 2025 hat sich das Kinoangebot in Lauenburg trotz anfänglicher Herausforderungen zu einer festen kulturellen Größe entwickelt – getragen von einem gemeinnützigen Verein und einer engagierten Gruppe Ehrenamtlicher.
„Dass wir in nicht einmal einem Jahr bereits den 1.000ten Gast willkommen heißen können, ist für uns eine riesige Bestätigung“, sagt der Vorstand des Elbkino Lauenburg. „Es zeigt, wie groß der Wunsch nach einem verlässlichen Kinoangebot vor Ort ist – und wie sehr Kultur Menschen zusammenbringt.“
Von der Idee zur erfolgreichen Kinoreihe
Das Elbkino startete am 28. Juni 2025 mit seiner ersten Vorstellung. Nach kleineren technischen Schwierigkeiten im Herbst, die zur Absage von zwei Terminen führten, läuft der Spielbetrieb mittlerweile stabil und sehr erfolgreich. Seit dem Start wurden 15 Filme in den Abendvorstellungen am Samstag gezeigt.
Regelmäßig präsentiert das Elbkino an jedem 2. und 4. Samstag im Monat einen aktuellen Kinofilm – bewusst genreübergreifend: von Drama über Komödie bis hin zu spannenden Stoffen und besonderen Filmerlebnissen. In bester Kinotradition wird dabei vor jedem Hauptfilm stets ein kurzer Vorfilm gezeigt. Spielort ist die Osterwoldhalle in der Elbstraße in Lauenburg.
Wie groß der Zuspruch inzwischen ist, zeigte sich zuletzt besonders deutlich: Bei der vergangenen Abendvorstellung der Komödie "Extrawurst" mit Hape Kerkeling wurde es in der Osterwoldhalle so eng, dass kurzfristig zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.
Faire Preise – Kino für viele
Das Elbkino setzt auf einen niederschwelligen Zugang: Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende sowie Menschen mit Behinderung. Ein Vorverkauf ist aus technischen Gründen derzeit noch nicht möglich. Gezahlt wird an der Abendkasse in bar.
Technik-Spende macht professionelles Kino möglich
Ein wichtiger Baustein des Erfolgs ist die professionelle Filmtechnik, die dank einer Spende der Michael-Liebelt-Stiftung angeschafft werden konnte. „Ohne diese Unterstützung wäre ein Kinoerlebnis auf diesem Niveau nicht realisierbar gewesen“, betont der Verein.
Sonderprogramm: Geschichte, Gesellschaft – und Schulvorstellungen
Neben dem regulären Samstagabendprogramm zeigt das Elbkino in loser Folge an Sonntagen Filme zu historischen und gesellschaftlichen Themen, oft mit begleitenden Gesprächen zu den Filmen und teils ergänzt durch zusätzliche Schulvorstellungen. Damit versteht sich das Elbkino auch als Ort der Bildung, Diskussion und Begegnung.
14. März: „Hamnet“ – und der 1.000ste Gast im Saal
Am Samstag, 14. März, 19 Uhr, steht mit dem siebenfach für den Oscar nominierten Film „Hamnet“ ein besonders intensiver Stoff auf dem Programm: Der Film erzählt – ausgehend von der Tragödie um den früh verstorbenen Sohn von William Shakespeare – eine Geschichte über Familie, Verlust, Trauer und die Kraft von Erinnerungen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Ruhm und Bühne, sondern die Menschen hinter dem Mythos und die Frage, wie aus persönlichem Schmerz Kunst und Sinn entstehen können. Mit seiner dichten Atmosphäre und starken Figuren ist „Hamnet“ ein Film, der noch lange nachwirkt – und damit ein passender Rahmen für den Moment, in dem das Elbkino seinen 1.000sten Gast willkommen heißt.
15. März: Internationale Frauentags-Veranstaltung mit Podium – Eintritt frei
Am darauffolgenden Sonntag, 15. März, um 14 Uhr, lädt der Heimatbund und Geschichtsverein Lauenburg anlässlich des Internationalen Frauentags zu einer besonderen Veranstaltung ein: Gezeigt werden die beiden Filme „Die Unbeugsamen“. Ergänzt wird das Programm durch ein Podiumsgespräch, an dem ehemalige Landtags-, Bundestags- und Volkskammer-Abgeordnete teilnehmen. Der Eintritt ist frei.
