Foto: hfr
Pin It

Lauenburg (LOZ). Mit Jahreswechsel ist die neue Entschädigungsverordnung des Landes Schleswig-Holstein in Kraft getreten - mit massiven Folgen für die Lauenburger Finanzen. Das kritisieren die Lauenburger Sozialdemokraten: „Die Entschädigungen für uns ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker in Stadtvertretung und Ausschüssen steigen um satte 72.000 Euro“, weiß Immo Braune, SPD-Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Hauptausschusses, zu berichten. Waren bisher 96.000 Euro veranschlagt, sind es zukünftig 168.000 Euro. In der Höhe nicht vertretbar, so die SPD. Sie beantragte daher eine moderate Erhöhung um 30 Prozent - CDU und LWG wollten mehr.

„Das Land gibt uns die Möglichkeit, die Entschädigungen auf eigene Kosten um bis zu 75 Prozent nach oben anzupassen. Wir als Kommunalpolitiker waren aber gar nicht vorrangige Zielgruppe der Erhöhung, sondern ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.“ Für ihren Antrag führten die Sozialdemokraten mehrere Argumente ins Feld: „Wir orientierten uns an der allgemeinen Lohn- und Preisentwicklung seit der letzten Anpassung: Der Verbraucherpreisindex ist um rund 20 Prozent gestiegen, die Löhne im Schnitt ein wenig mehr.“ Für die Genossen kommt noch hinzu, dass Schleswig-Holstein bundesweit und Lauenburg lokal betrachtet in Sachen Entschädigungen bisher zurückhaltend war und somit eine Erhöhung um 30 Prozent sachlich vertretbar sei.

Das Geld, was die ehrenamtlichen Politikerinnen und Politiker bekommen, ist dabei kein Lohn: Das Geld soll für den Aufwand, der auch und vor allem außerhalb der Sitzungen in Verbindung mit dem Ehrenamt entsteht, entschädigen. Neben der Ausschussarbeit in den städtischen Gremien sind dies bspw. Fraktionssitzungen, die Arbeit zuhause am Schreibtisch oder auch die Teilnahme an Versammlungen von Vereinen und Verbänden im Rahmen ihres Mandats.

Der Fraktionsvorsitzende Braune weiter: „Die Innenministerin selbst sagte, dass die 75 Prozent nicht ausgereizt und die aktuelle Haushaltslage vor Ort berücksichtigt werden müsse. Beides haben CDU und LWG vor Ort nicht getan, wollten sogar, dass die Erhöhung möglichst ohne Diskussion stattfindet.“ Der SPD-Antrag auf eine angemessene Erhöhung wurde zwar von den Fraktionen der Grünen und der UL unterstützt, letzten Endes aber abgelehnt. Braune abschließend: „Ja, Demokratie kostet Geld. Ja, die Ansprüche an unsere Arbeit sind gestiegen. Und ja, gleichzeitig sinkt die Bereitschaft, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Geld sollte hierbei aber nicht der einzige Hebel sein, vor allem nicht in dieser Höhe.“ In einer Sache war die SPD dennoch erfolgreich: Auch die Entschädigungen für Bürgerliche und Beiräte wurden angepasst - und nicht nur die für Stadtvertreter.

Kurznachrichten Lauenburg


Sperrung Straßenbrücke Basedow-Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal
Die Straßenbrücke von Basedow nach Lanze über den Elbe-Lübeck-Kanal wird abgerissen und anschließend neu gebaut. Die vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beauftragten Arbeiten sollten am 5. Januar starten. Witterungsbedingt wurde der Beginn der Arbeiten auf den 13. Januar verschoben. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Sommer 2027, so dass eine Überquerung des Kanals an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Dieses gilt auch für Fußgänger und Radfahrer. Von der Sperrung betroffen ist auch der Geh- und Radweg entlang des Kanals. Eine Umleitung wird ausgeschildert.


Demenzberatung
Die Koordinierungsstelle Demenz bietet in Lauenburg einmal monatlich Demenzberatung an. Fragen rund um das Thema werden mit viel Zeit besprochen. An jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr können sich Angehörige und Menschen mit Gedächtnisproblemen im Fürstengarten 29 (Erdgeschoss) individuell, unabhängig und kostenfrei beraten lassen. Um Anmeldung wird gebeten, es gelten die aktuellen Regeln. Weitere Infos: Barbara Hergert, Koordinierungsstelle Demenz, Telefon 04542 / 83 84 670, info@koordinierungsstelle-demenz.de


Beratung des Pflegestützpunktes
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29, von 9-12 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege an. Der Zugang ist derzeit nur über die Schmiedestraße möglich. Nadine Fauck vom Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Aufgrund der aktuellen Lage sind persönliche Beratungen vor Ort nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab und unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.