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2018 soll Machbarkeitsstudie „Schwimmbad“ starten

 

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Schwarzenbek (sun). Lange Zeit war es still geworden um das von vielen Bürgern vermisste Hallenbad in Schwarzenbek. Immer mehr Familien ziehen in die Europastadt und auch die umliegenden Dörfer vermelden Zuzüge. In der Schulverbandssitzung nach den Sommerferien schilderte Schulleiterin Liane Maier von der Verbandsschule Nordost die Probleme der Grundschule, den dringend nötigen Schwimmunterricht zu organisieren. Immer weniger Kinder lernen Schwimmen, die DLRG Schwarzenbek hat Warteliste, vor allem weil ausreichende Hallenzeiten in den Hallenbädern in Reinbek oder Mölln fehlen.

„Wir haben uns angesehen und waren uns einig, dass wir darüber sprechen müssen“, berichtet Schwarzenbeks Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig vom Start der gemeinsamen Gespräche mit dem Amt Schwarzenbek-Land.

Sie hatte zusammen mit Amtsvorsteher Klaus Hansen und Amtsleiter Ralf Spinngies vom Amt Schwarzenbek-Land eigens zu einer Pressekonferenz eingeladen, um über die neuen Überlegungen für Schwarzenbek und Umgebung zu berichten. Euphorie solle nicht entstehen, so ihre dringende Bitte, aber immerhin wollen Verwaltung und Kommunalpolitik mit einer Machbarkeitsstudie die Basis für weitere Überlegungen schaffen. Bis 30.000 Euro wollen Schwarzenbek und Amt Schwarzenbek-Land dafür aufwenden. Dabei wollen sie sich bei der AktivRegion Sachsenwald-Elbe im ersten Quartal 2018 um eine Förderung der Studie bemühen.

„Die Studie soll ergebnisoffen Zielgruppen, Einzugsgebiet, notwendige Kapazitäten, Personaleinsatzplanungen, Investitionskosten und einen möglichen Standort analysieren. Wir könnten mit einem Bad die Daseinsvorsorge in der Region stärken“, erklärt Amtsvorsteher Klaus Hansen.

„Ich bin immer wieder von Vereinen, Schulen, der Öffentlichkeit auf das fehlende Schwimmbad angesprochen worden. Auch die Senioren haben mir eindringlich den Bedarf geschildert“, berichtet Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. Ob es ein reines Sportbad, ein Freizeitbad, ein Hallen- oder Freibad sein könnte, ob das zu erwartende Defizit für die Konsolidierungsstadt Schwarzenbek und das Amt zu stemmen wäre: all das soll auf Basis der Machbarkeitsstudie, die wohl erst Ende 2018 vorliegen wird, beraten werden.

Bis dahin werden am 6. Mai die Kommunalwahlen neue Gemeinde- und Stadtvertretungen bringen, in deren Amtsperiode dann die Entscheidung und der erste Spatenstich fallen könnte. Wenn es überhaupt zu einer Entscheidung zugunsten einer Schwimmstätte kommen wird.

Am 28. November haben der Amtsausschuss und der Haupt-und Planungsausschuss den ersten Schritt getan und die Beauftragungen der Machbarkeitsstudie jeweils einstimmig beschlossen. „Ich bin sehr neugierig, welche Ideen uns mit der Studie vorgestellt werden“, so Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. „Vor allem bin ich sehr zufrieden, dass wir zusammen mit Schwarzenbek-Land etwas auf die Beine stellen werden.“ In Schwarzenbek-Land leben 9.200 Einwohner, in Schwarzenbek rund 16.400 Personen.

Fünfzehn Jahre sind vergangen seit dem umstrittenen Beschluss, das Schwarzenbeker Hallenbad zu schließen angesichts hoher Energiekosten und eines Sanierungsstaus. Rund zehn Jahre ist es her, dass ein Schwarzenbeker Geschäftsmanns mit futuristischen Planungen den Schwarzenbeker Wasserfans Hoffnungen auf ein Hallenbad olympischen Ausmaßes mit Hotelanlage und umfassendem Energiekonzept machte. Daraus wurde nichts. Das damals geplante Schwimmbadgelände ist inzwischen für Wohnungsneubau vorgesehen.

Nun startet die nächste Runde in Sachen Hallenbad, für die die Machbarkeitsstudie eine Basis schaffen soll. Ob am Ende eine Schwimmstätte steht, ist derzeit völlig offen.

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