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Schwarzenbek (sun). Geesthacht, das Amt Hohe Elbgeest und Büchen haben einen oder eine, jetzt hat auch die Stadt Schwarzenbek eine Klimaschutzmanagerin eingestellt. Bereits seit 1. November hat sich Kirstin Boltz einen Überblick über das Schwarzenbeker Klimaschutzkonzept verschafft und die städtischen Liegenschaften in den Blick genommen. Die energetische Ausstattung der Schwarzenbeker Schulen, Kitas, Sporthallen, des Rathauses und des Amtsrichterhauses haben oberste Priorität im Klimaschutzkonzept, das am 23. Juni 2016 von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde.

Bereits Ende Januar 2017 hatte die Schwarzenbeker Verwaltung die auf drei Jahre befristete Stelle für das Klimaschutzmanagement beantragt, um die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts zu begleiten, zu koordinieren und zu gestalten. Der Projektträger Forschungszentrum Jülich hat im Juni 2017 die volle Stelle des Klimaschutzmanagements bewilligt und fördert diese mit 90 Prozent aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Die 42-jährige Kirstin Boltz hat nach ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit als Chemielaborantin das Studium der Umwelttechnik angeschlossen. In der Stadt Reinfeld hat Kirstin Boltz in den vergangenen drei Jahren das Klimaschutzkonzept mit entwickelt. „Frau Boltz ist unsere absolute Wunschkandidatin, denn sie hat in der Stadt Reinfeld das Klimaschutzkonzept erarbeitet, bringt Erfahrung und Wissen mit und fängt nicht bei Null an“, betont Bauamtsleiter Ralf Hinzmann.

„Schwarzenbeker sprechen mich immer wieder an, wann wir endlich mit dem Stadtradeln beginnen und das Radwegenetz ausbaut wird“, berichtet Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. „Damit können wir uns jetzt im Rahmen des Klimaschutzkonzepts befassen. Die TSV Schwarzenbek Radsportgruppe hat schon ihre Unterstützung zugesagt.“

Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis, das größte Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreise zum Schutz des Weltklimas, dem über 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören. Das Stadtradeln dient zum Klimaschutz sowie zur Radverkehrsförderung und kann deutschlandweit von allen Kommunen an 21 zusammenhängenden Tagen frei wählbar im Zeitraum 1. Mai bis 30. September durchgeführt werden.

E-Mobilität wird unterstützt

Zur verstärkten Fahrradnutzung im Stadtbereich passen auch die neuen Radständer, die am Bahnhof aktuell errichtet werden. Sie werden auch Ladestationen für E-Bikes bieten Einheitlich in ganz Schleswig-Holstein will nah.sh, der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein, die Bahnhöfe damit ausstatten und Bahnkunden ermuntern, für die Kurzstrecke das Rad zu nutzen.

Auch E-Mobilität wird in der Schwarzenbek gefördert. Ende November wurde an der Compestraße vor der Polizeistation die zweite Ladestation errichtet. Die erste Ladestation findet sich beim Hagebau-Markt am Hans-Koch-Ring.

Anders als geplant gibt es im städtischen Fuhrpark noch keine E-Fahrzeuge. Für Dienstfahrten nach Kiel ist die Reichweite noch nicht ausreichend. „Noch läuft außerdem der Leasingvertrag für den Dienstwagen. Anschließend denken wir eher an ein Hybrid-Fahrzeug“, erklärt Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. Für den Bauhof wurden Vorführfahrzeuge getestet, haben sich aber im täglichen Einsatz nicht bewährt. „Wir bleiben aber dran an dem Thema und beobachten den Markt“, so Bauamtsleiter Ralf Hinzmann.

Auch bei der Straßenbeleuchtung ist in den vergangenen Jahren schon einiges in Energieeinsparungen investiert worden. „Das Klimaschutzkonzept dient uns als roter Faden bei jeder Neuanschaffung. Neuerungen, die sich im Laufe der Jahre ergeben aufgrund der technischen Weiterentwicklungen, werden immer wieder einfließen“, erklärt Ralf Hinzmann.

Dabei soll die Klimaschutzmanagerin möglichst viele Fördermittel für Energiemaßnahmen in die Schwarzenbeker Stadtkasse lenken.

Kostenlose Beratung zum Energiesparen

Das Ziel, bis zum Jahr 2050 60 Prozent der CO2-Emmision einzusparen, ist allein mit städtischen Maßnahmen nicht zu erreichen. Dazu sind auch private Haushalte und Betriebe aufgerufen, in Energieeinsparungen in Haus und Firma zu investieren.

Kostenlose Beratungen bietet ab sofort die Klimaschutzmanagerin Kirstin Boltz an. Termine können telefonisch vereinbart werden unter 04151 / 88 11 84 oder per Mail an kirstin.boltz@schwarzenbek.de . Das Schwarzenbeker Klimaschutzkonzept ist auf der Homepage der Stadt www.schwarzenbek.de zu finden.

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