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Schwarzenbek (sun). Als erste Schwarzenbeker Partei oder Wählergemeinschaft trat die CDU vor die Presse und stellte ihre Kandidaten sowie die Grundzüge ihres Wahlprogramms für die Kommunalwahl am 6. Mai vor. Die CDU stellt derzeit die größte Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Aus der Wahl 2013 war allerdings die SPD als stärkste Fraktion hervorgegangen. Durch mehrere Fraktionswechsel erreichte die CDU 12 der 33 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung.

Schwarzenbek ist in 14 Wahlbezirke eingeteilt. In jedem stellt die CDU einen Direktkandidaten. Angeführt wird die CDU-Liste von Heike Wladow, der jetzigen Fraktionsvorsitzenden: „Unser Team ist eine Mischung aus bekannten Gesichtern und neuen Kandidaten, die zum ersten Mal für die CDU antreten.“ Zweiter auf der Liste ist Gerhard Moldenhauer vor Roman Larisch und Ursula Wähling. Neu dabei ist der 21-jährige Jura-Student Robert Riep, der auch Schatzmeister der Jungen Union ist. Er tritt nicht nur in Schwarzenbek, Wahlkreis 9 Mühlenkamp I, für die Stadtverordnetenversammlung an, sondern kandidiert auch im Wahlkreis Amt Hohe Elbgeest I für den Kreistag. Mit Platz 11 hat er in Schwarzenbek einen durchaus aussichtsreichen Platz, für den Kreistag sieht das auf Platz 23 eher unwahrscheinlich aus.

Auch Benjamin Kokartis kandidiert erstmals für die CDU in Schwarzenbek im Wahlkreis 10 Oberer Mühlenbogen und auf Listenplatz 12. In den Kreistag in Ratzeburg wollen für Schwarzenbek Egon Siepert und Maja Bienwald als Direktkandidaten einziehen, über einen der hinteren Listenplätze auch Heike Wladow.

„Wir müssen uns weiter verjüngen und auch mehr Frauen für die Kommunalpolitik gewinnen“, betont Heike Wladow. Aber angesichts der Belastung durch Familie und Beruf sei es für alle Parteien schwierig, jünger und weiblicher zu werden für ein Ehrenamt, das hauptsächlich in Sitzungen am Abend ausgeübt wird.

Drei der wichtigsten Themen für die CDU Schwarzenbek sind der Ausbau von dringend benötigten Kita-Plätzen, bezahlbarer Wohnraum und mehr ÖPNV auf der Schiene Richtung Hamburg. Mehr Kita-Plätze wird es aber so schnell nicht geben, denn neue Plätze sollen in angemessenen Räumen entstehen, die aber erst geschaffen werden müssten. Weder in die alte Realschule noch in leerstehende Gewerbeimmobilien wollen die CDU-Fraktionsvorsitzende Wladow und der stellvertretende Ortsvorsitzende Winfried Kober, mit Kita-Plätze einziehen. Auch eine schulische Nutzung der alten Realschule schließt Heike Waldow aus. An der Berliner Straße soll nach CDU-Plänen, die in den nächsten Wochen vorgestellt werden, ein Bildungszentrum entstehen.

„Wir wollen keine Kitas mit unterschiedlichen Standards. Das führt zu Ungerechtigkeiten“, betont Heike Wladow. Ziel der CDU ist es, eine große Kita zu schaffen, da auch die befristete Betriebsgenehmigung für die Kita ‚Pavillon‘ in den nächsten Jahren endet.

Auch bei der kurzfristigen Umsetzung von neuem bezahlbarem Wohnraum sieht Heike Wladow Engpässe. „Wir werden durch das geplante Neubaugebiet an der Möllner Straße gegenüber dem Lupus-Park günstigen Wohnraum bekommen. Der Zuzug muss dann aber erst einmal verdaut werden.“ Die Planungen für das Gebiet laufen, mit der Realisierung ist erst in den kommenden Jahren zu rechnen. Hier ist auch eine weitere Kita geplant sowie barrierearme Wohnungen für Senioren.

Beim ÖPNV hat die Stadt selbst wenig Spielraum, Wünsche und Forderungen können über den Kreistag oder das Land an den Bund herangetragen werden. Der Bahnverkehr liegt in Landes- oder Bundesverantwortung und die Planungszeiträume sind dort sehr lang. Bei den Park-and-Ride-Plätzen am Bahnhof sind für Heike Wladow auch die Nachbargemeinde zur Mitarbeit aufgerufen, da viele Pendler von dort kommen und in Schwarzenbek aus dem Auto in die Bahn umsteigen.

„Den Wunsch nach einer Schwimmstätte in Schwarzenbek unterstützen wir und sind gespannt auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die bis Ende 2018 vorliegen soll.“

Unternehmer Winfried Kober möchte den Mittelstand in Schwarzenbek stärken und ein Netzwerk alteingesessener Gewerbetreibender und junger Unternehmer voranbringen. „Wir sollten stärker das in Schwarzenbek vorhandene Potential an Kenntnissen und Fähigkeiten nutzen zum Wohle der Stadt.“

„Und dann hoffen wir und sind optimistisch, dass wir in 2019 den Spatenstich für die Umgehungsstraße erleben werden“, blickt Heike Wladow voraus.

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