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Schwarzenbek (LOZ). In der letzten Sitzung des Sozial-, Bildungs- und Kulturausschusses des Kreises waren die Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle zu Gast, um über die laufende Arbeit zu berichten und sich den überwiegend neuen Mitgliedern persönlich vorzustellen.

„Die Arbeit der Frauenberatungsstelle in Schwarzenbek hat sich, leider, in den vergangenen Jahren im Kreisgebiet etabliert. Leider deshalb, weil das bedeutet, dass der Schutz vor häuslicher Gewalt auch im Landkreis eher zu- als abgenommen hat. Auch ist die Anzahl der Plätze im Frauenhaus unzureichend und muss ausgebaut werden. Ein weiterer Grund ist die steigende Zahl der Asylbewerberinnen, die zunehmend Hilfsangebote wahrnehmen“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, Gitta Neemann-Güntner.

Neemann-Güntner weiter: „Häusliche Gewalt ist ein Thema, das inzwischen in allen Gesellschaftsschichten vorkommt. Es ist gut, dass auch Asylbewerberinnen verstanden haben, dass Gewalt in der Ehe bei uns nicht zum guten Ton gehört und verschwiegen wird. Im Gegenteil - in Schleswig-Holstein heißt es: wer schlägt, der geht! Doch meist sind es die Frauen, die mit ihren Kindern aus der gemeinsamen Wohnung flüchten. In der Frauenberatungsstelle finden sie Hilfe, Zuspruch und aktive Unterstützung. Allerdings arbeiten die Mitarbeiterinnen inzwischen am Limit und seit 12 Jahren zu Gehältern ohne Tariferhöhung. Ein unhaltbarer Zustand.“

David Welsch, SPD-Kreistagsabgeordneter dazu: „Die Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle helfen Frauen in großer Not. Dafür verdienen Sie unseren Dank und Anerkennung. Diese muss sich auch in der Bezahlung wiederspiegeln“.

„Wir werden in den Haushaltsberatungen den Antrag der Frauenberatungsstelle wohlwollend prüfen“, so beide Sozialdemokraten unisono.

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