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Schwarzenbek (LOZ). Die individualisierte Medizin ist zunehmend auf dem Vormarsch. Auch bei der Herstellung von Medizinprodukten wie Prothesen oder Implantaten sind Ärzte und Patienten zunehmend auf Einzelanfertigungen oder individualisierte Kleinserien angewiesen.

Material und Verarbeitung der Produkte müssen hohen Qualitätsansprüchen genügen. Zudem sollen die Erzeugnisse möglichst schnell verfügbar und nach Möglichkeit kostengünstig sein. Dafür braucht es entsprechende Maschinen und Fertigungstechnologien.

„Das auf die Entwicklung und Produktion von Präzisionswerkzeugen spezialisierte Unternehmen LMT Fette Werkzeugtechnik GmbH aus Schwarzenbek erhält nun über 185.000 Euro vom Bundesforschungsministerium für die Entwicklung eines neuartigen Fertigungsverfahrens, mit dem solche individualisierten und vielfältigen Medizinprodukte hergestellt werden können. Konkret soll mit Hilfe der Bundesmittel ein Fertigungsprozess entwickelt werden, dass in einem System sowohl das moderne 3-D-Druckverfahrens als auch das traditionelle Zerspanungsverfahren vereint. Die Kombination beider Fertigungsverfahren soll alle Vorteile nutzen, um variantenreiche, hochgradig individualisierbare und zugleich sehr genaue medizinische Produkte herzustellen“, informiert der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann aus Berlin.

Beim sogenannten 3D-Druckverfahren entsteht das Werkstück, indem Schicht für Schicht Material aufgetragen wird. Dadurch lassen sich sehr komplexe Strukturen realisieren und es gibt kaum Designbeschränkungen. So können sehr individuelle Produkte zu geringen Kosten und in angemessener Zeit erstellt werden. Bei der traditionellen Zerspanung wird das Werkstück durch das Abtragen von Material gefertigt. Es wird also aus einem größeren Materialblock durch beispielsweise Fräsen, Bohren oder Drehen ein kleineres Werkstück erstellt. Ein großer Vorteil dieser Fertigung ist die hohe Genauigkeit, besonders bei der Arbeit mit sehr geringen Toleranzen wie es in der Medizin notwendig ist.

„Die Förderung ist aber auch eine richtig gute Nachricht für die Region. Mit den Investitionen bleibt der Standort Schwarzenbek innovativ, was in der heutigen Zeit mehr denn je Voraussetzung ist, um am Markt und im Wettbewerb dauerhaft bestehen zu können. Deshalb freue ich mich als Walkreisabgeordneter in besonderem Maße über diese Innovationsförderung durch den Bund“, sagt Norbert Brackmann.

Da Projekt der LMT Fette Werkzeugtechnik GmbH wird vom 1. August 2019 an bis zum 31. Juli 2022 durch das Bundesforschungsministerium gefördert.

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