Bewerbungsfrist für das Auslandsjahr 2021/22 läuft

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Schwarzenbek (LOZ). Früher als geplant, trat die 17-jährige Schülerin Leandra Bigi aus Schwarzenbek ihren Heimflug nach Deutschland an. „Ich musste mein Auslandsjahr in den USA wegen der Corona-Krise fast drei Monate früher beenden, aber die unvergesslichen Eindrücke, die ich in dieser Zeit sammeln konnte, die wirken noch lange nach, zieht Bigi ein positives Fazit.

Ermöglicht hatte ihr die Reise in die USA der Lauenburgische CDUBundestagsabgeordnete Norbert Brackmann, der als Pate für das gemeinsame Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses für junge Deutsche und US-Amerikaner (PPP) agierte.

Sieben Monate war die Kleinstadt Cottage Grove in Minnesota Leandra Bigis Zuhause. Vorort besuchte sie gemeinsam mit ihrer Gastschwester eine High School, die mit 1.700 Schülern fast doppelt so groß war, wie ihre Schule im heimischen Schwarzenbek. Einsam fühlte sich die damals 16-jährige aber trotzdem nicht. Die Kontakte zu den Mitschülern waren von Beginn an sehr eng und auch zu den acht weiteren Austauschschülern, die zeitglich mit ihr die Schule besuchten, herrschte eine gute Verbindung. „Die Aufgeschlossenheit der Menschen hat mich tief beeindruckt. Ich habe mich sehr schnell gut eingelebt. Heimweh kam entgegen meiner Erwartungen nicht auf“, freut sich Bigi, die sich neben der High School in einer örtlichen Kirchengemeinde engagierte.

Selbst ein außerplanmäßiger Wechsel der Gastfamilie nach drei Monaten tat dem positiven Eindruck keinen Abbruch. „Ob Thanksgiving oder Weihnachten, gemeinsame Ausflüge oder der Besuch des örtlichen Eishockey-Vereins - Ich habe unendlich viele gute Erinnerungen an die Zeit in Amerika bei meinen Gastfamilien.“

„Für mich ist es immer wieder eine Freude zu sehen, welchen persönlichen Reifungsprozess die Jugendlichen in diesem Auslandsjahr vollziehen. Auch für die Eltern ist es mitunter überraschend, zu erfahren, dass sich das Kind, das sie auf Reisen geschickt haben, nun als junge Erwachsene heimkehrt“, schmunzelt Brackmann und fügt hinzu: „Die Corona-Pandemie war natürlich unvorhersehbar, umso mehr bin ich erleichtert, dass Leandra wohlbehalten wieder in Deutschland gelandet ist.

Diese bedauert das abrupte Ende ihrer Reise: „Als ich die Nachricht bekam, dass ich zurück nach Deutschland kommen sollte, musste plötzlich alles sehr schnell gehen. Viel Zeit, um sich von der Gastfamilie, den Mitschüler und Freunden zu verabschieden, blieb nicht, berichtet Leandra Bigi.

Knapp siebentausend Kilometer liegen zwischen Schwarzenbek und der Kleinstadt Cottage Grove in Minnesota und genauso so groß scheint nach den Erzählungen der sympathischen Schülerin die Sehnsucht in die Vereinigten Staaten zurückzukehren. „Ich hoffe sehr, dass ich nach dem Abitur wieder in die USA reisen und meine Eindrücke weiter vertiefen kann.“

Bis dahin hat für Sie das Abitur mit dem Profilfach Wirtschaft/Politik oberste Priorität. Bigi wird mit Beginn des neuen Schuljahres die 11. Klasse der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule in Büchen besuchen. „Beruflich sehe ich mich weiter im künstlerischen Bereich. Mein Berufsziel hat sich durch meine USA- Reise eher verfestigt und vielleicht lassen sich meine Sehnsucht und mein Berufsziel sogar verknüpfen. Ich kann nur jedem Jugendlichen empfehlen, an diesem tollen Programm teilzunehmen und ich bin überglücklich, dass mir Herr Brackmann, diese Chance ermöglicht hat“, berichtet die Schülerin.

Die Bewerbungsfrist für das 38. gemeinsame Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses für junge Deutsche und US-Amerikaner (kurz: PPP 2021/22) endet am Freitag, dem 11. September 2020. „Auch wenn die Covid-19-Pandemie derzeit unser Alltagsgeschehen noch sehr bestimmt, ist nach meinem Kenntnisstand davon auszugehen, dass der Programmablauf für das Austauschjahr 2021/22 planmäßig verläuft,“ zeigt sich Brackmann optimistisch.

Für weitergehende Informationen steht Interessierten das Büro des Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann unter der Telefonnummer 030/22771796 gern zur Verfügung.