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Schwarzenbek (LOZ). Corona – Die Pandemie bedeutet für sehr viele Menschen existentielle Not. Nicht nur weniger oder gänzlich weggefallenes Einkommen, sondern auch zunehmende Gewalt in der Partnerschaft prägt den Alltag vieler Menschen, insbesondere von Frauen und Kindern.

Für eine niederschwellige Hilfe haben die Zonta Clubs in Deutschland die Aktion „Codewort Maske 19“ ins Leben gerufen. Frauen, die nicht selbst telefonieren können, weil ihre Festnetzanschlüsse und ihre Handys von ihren Partnern überwacht werden, haben jetzt die Möglichkeit, sich in einer ärztlichen oder therapeutischen Praxis sowie in einer Apotheke zu melden. Sie sagen dort nur „Maske 19“, damit die Mitarbeiter in den Praxen und Apotheken ihnen sofort helfen und die Polizei rufen können. Die Frauen benötigen eine sichere Unterkunft.

Seit dem Sommer suchen viele Frauen und Kinder Schutz und Zuflucht in Frauenhäusern. Sie erhalten hier Beratung und Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt. Auch für die Kinder bedeutet es einen Neuanfang in ein sicheres Leben. Insbesondere den Schulkindern wird dieses neue Leben erleichtert, wenn ihnen die Möglichkeiten zur Teilnahme am digitalen Unterricht gegeben sind. Durch das teilweise oder gänzliche Aussetzen des Präsenzunterrichtes in den Schulen infolge der Corona-Pandemie sind die Schulkinder auf die technische Ausstattung angewiesen. Diese kann von den Schulen meistens nicht gestellt werden, doch die Kinder verfügen oftmals nicht selbst über die erforderlichen Geräte.

Um einigen von ihnen das ‚Homeschooling‘ zu ermöglichen, sind Marcel Nagel, Geschäftsführer von nacom.it, und Dr. med. dent. Patrick Mohr dem Aufruf des Zonta Clubs Aumühle-Sachsenwald e.V. gefolgt und haben mehrere Notebooks gespendet. Jetzt haben die Schulkinder im Frauenhaus, die bislang nicht über diese Möglichkeit verfügten, eigene Geräte und können selbständig für die Schule und ihr Leben lernen.

Anlässlich des Nikolaus-Tags haben die Clubmitglieder außerdem kleine Päckchen für alle Frauen und Kinder im Frauenhaus gepackt. Die Geschenke sind für sie in dieser sorgenvollen Zeit ein kleines Zeichen, dass Menschen einander unterstützen. Das Frauenhaus in Schwarzenbek ist unter der Telefonnummer 04151 / 75 78 zu erreichen.

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