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Schwarzenbek (LOZ). Viele helfende Hände haben in den vergangenen Jahren im „Kümmerer Netzwerk“ mitgearbeitet. Nach drei Jahren endet am 30.Juni das erfolgreiche Projekt des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg.

Die Eckdaten zum Kümmerer Netzwerk

Das „Kümmerer Netzwerk“ gibt es seit dem 1. Juli 2018. Es wurde maßgeblich mitgestaltet von Simone Kroll-Schilke. Das Projekt, das auf drei Jahre bis zum 30. Juni 2021 befristet ist, wird finanziell gefördert durch die EU, durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und das Land Schleswig-Holstein über die AktivRegion Sachsenwald-Elbe e.V. sowie der Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein.

Durch das bürgerschaftliche Engagement der Ehrenamtler erfuhren viele Menschen in der Region Unterstützung in ihrem Alltag. Weiterhin trugen die Treffen der professionellen Netzwerk Partner zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch bei. „Trotz intensiver Bemühungen und zahlreicher Gespräche ist keine auskömmliche Folgefinanzierung in Sicht. Diese aber ist erforderlich, um unser Projekt verlässlich und fachlich qualifiziert fortsetzen zu können.“

Der Bedarf an Hilfe wächst

Beim „Kümmerer Netzwerk“ des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg standen unterstützungsbedürftige ältere Menschen im Fokus. „Der Bedarf an Hilfe und Unterstützung wächst“, stellt Simone Kroll-Schilke, Projektleiterin des „Kümmerer Netzwerkes“, fest. Ob in der Stadt oder auf dem Land: Die klassischen Familienstrukturen über mehrere Generationen an einem Ort verändern sich. „Ich habe Hilfsanfragen von Kindern und Angehörigen aus anderen Bundesländern erhalten und sogar aus Österreich, deren Eltern in unserer Region leben“, sagt Simone Kroll-Schilke. Häufig würden sie bei den kurzen Besuchen in der Heimat sehen, dass die Eltern alleine nicht mehr zurechtkommen. In Zeiten der Pandemie treten diese gesellschaftlichen Entwicklungen immer mehr in den Fokus.

17 Ehrenamtliche sind dabei

An diesem Punkt hat das „Kümmerer Netzwerk“ angesetzt. Aktuell 17 Ehrenamtliche haben sich um ältere Menschen in der Region gekümmert. Spazieren gehen, Unterstützung beim Behördengang oder Begleitung zum Frisör – und nebenbei gab es Aufmerksamkeit und Zuwendung. Wer wen unterstützt, wer mit wem „kann“, dafür habe sie ein Auge, sagt Simone Kroll-Schilke, die vorab immer intensive Beratungsgespräche geführt hat. Denn der persönliche Draht muss einfach stimmen. Einmal im Monat haben sich die Kümmerer untereinander im Franziskus-Gemeindehaus in Schwarzenbek ausgetauscht und wurden fortgebildet.

15 professionelle Netzwerk Partner

Das „Kümmerer Netzwerk“ hat sich in den vergangenen drei Jahren in Schwarzenbek und der Region etabliert. Zu den Netzwerkpartnern gehörten u.a. der Pflegestützpunkt, der Behindertenbeauftragte der Stadt, das Demenznetz, das Ev. Familienzentrum, die Sterbeammen. Die professionellen Partner trafen sich regelmäßig zum Austausch über Neuigkeiten und Veränderung aus den jeweiligen Bereichen.

Kontakt zum „Kümmerer Netzwerk“

Wer Interesse hat, aus den Erfahrungen zu lernen und/oder das Projekt in Teilen zu übernehmen, sowie Hilfe und Unterstützung braucht, kann sich bis zum 30. Juni unter Telefon 0176 / 79 55 75 61 an Simone Kroll-Schilke vom „Kümmerer Netzwerk“ wenden. Auch per E-Mail ist sie erreichbar: Kuemmerer@Kirche-LL.de. Weiterführende Informationen sind erhältlich auf www.diakonie-rz.de. Die regelmäßigen Sprechstunden im Ev. Familienzentrum St. Elisabeth in Schwarzenbek sowie im Fraktionszimmer im Amt Hohe Elbgeest in Dassendorf finden pandemiebedingt im Moment nicht statt.

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