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(LOZ). Die Unternehmen im Norden Deutschlands beurteilen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit leicht positiv. Dies ergeben die Zahlen des bundesweiten DIHK-Energiewendebarometers 2018. Auf einer Skala von -100 bis +100 bewerten die am heimischen Standort befragten Unternehmen die Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit +5,4. Anders wird die Energiewende im Osten (-3,2), Westen (-4,4) und Süden (-2,8) bewertet.

Bundesweit beobachtet die Wirtschaft die Energiewende sehr genau. Über alle Branchen, Unternehmensgrößen und Regionen hinweg sehen die Unternehmen in der Energiewende aktuell Risiken und Chancen nahezu ausgeglichen. Allerdings hat sich erstmals seit 2014 die Bewertung der Energiewende durch die Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Das Energiewende-Barometer basiert auf 2.167 Antworten einer Befragung von Unternehmen quer durch alle Branchen und Regionen in Deutschland.

Aus den Ergebnissen des Energiewende-Barometers 2018 ergeben sich Empfehlungen der Wirtschaft an die Politik:

Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien betrifft nicht allein die Erzeugung, sondern erfordert eine Umstellung des gesamten Energieversorgungssystems – der Netzinfrastruktur, der Netzsteuerung, der Speicherung und der Nachfrage. Die dringendste Herausforderung liegt in der Anpassung der Netzinfrastruktur. Somit fordern über drei Viertel der befragten Unternehmen einen zügigen Netzausbau.

Ebenfalls für die Wirtschaft von hoher Bedeutung bleibt die Entlastung bei den Stromkosten. 63 Prozent der befragten Betriebe plädieren für eine Senkung der Steuern und Abgaben. Darüber hinaus stehen viele Ziele und Maßnahmen der Energiewende nach wie vor unverbunden nebeneinander. Ein Großteil der Wirtschaft empfiehlt der Politik die Koordinierung diesbezüglich zu verbessern.

Neben den drei Hauptforderungen - Netzausbau beschleunigen, Entlastung bei den Stromkosten und Energiewende koordinieren - zeigt das Ergebnis der diesjährigen Befragung auch, dass das Interesse an Stromspeichern steigt und ein Trend zur Eigenversorgung zu verzeichnen ist. Hinzu kommt, dass der Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in den Betrieben zunimmt und regionaler Ökostrom immer gefragter ist.

„Die Kernforderungen stehen im Einklang mit den energiepolitischen Positionen der IHK Schleswig-Holstein. Ein intelligenter und effektiver Netzausbau, adäquate Energiepreise sowie eine Verbesserung der Energieeffizienz werden auch von der Mehrheit der hiesigen Unternehmen unterstützt“, so Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein.

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