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(LOZ). Von 3,4 Millionen Unternehmen haben bisher nur 0,2 Prozent der KMU Unternehmen das Programm genutzt. Über 99,8 Prozent der KMU haben jetzt die Chance noch bis 2022 einzusteigen und sich das Wissen zum Discountpreis abzuholen. Denn eines der erfolgreichsten Förderprogramme für den Mittelstand wird weitergeführt: uWM und uWM plus.

Seit 2012 finanziert das Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) über 8.000 Beratungen in Deutschland. Davon die ersten 3.000 Beratungen mit 80 Prozent Zuschüssen und von den weiteren 5.000 mit 50 Prozent und 80 Prozent Zuschüssen. „Alles in Allem sprechen wir also über ein ordentlicher 8stelliger Betrag für die kleinen und mittleren Betriebe. Ab 1 Vollzeit-Mitarbeiter bis 250 Vollzeit-Mitarbeiter“, erklärt der Unternehmensberater Jürgen Wirobski.

„Angesichts der Milliarden, die die großen Unternehmen und unsere Ministerien ausgeben geradezu bescheiden, aber dennoch effektiv. Für die, die es genutzt haben. So zeigen es die regelmäßigen Überprüfungen und Nachfragen. Was allerdings immer noch wenig verständlich ist; warum wissen dies nicht mehr Unternehmen?“, fragt Wirobski.

Was kann damit unterstützt werden?
U.a.

- Jeder denkbare Veränderungsprozess im Unternehmen
- Geschäftsmodell überprüfen
- Mitarbeiterführung verbessern
- Aus- und Fortbildung organisieren
- 4.0 Organisation – vom off zu online
- Marketing neu ausrichten
- Nachfolge organisieren
- "Schöne neue online Welt"

Für wen ist es geeignet?

- Alle KMU bis 250 Vollzeitmitarbeiter
- Mindestens ein Mitarbeiter

Welche Investitionen sind erforderlich?

- uWM bei bis zu neun Mitarbeitern gibt es 80 Prozent Zuschuss und bei 10 bis 250 Mitarbeitern 50 Prozent Zuschuss
- uWM plus bis zu 250 Mitarbeiter immer 80 Prozent Zuschuss

Beispiel: bis zu 10 oder 12 Tage je 1.000 Euro Netto-Tages-Honorar. Davon werden 50 bzw. 80 Prozent (nachträglich) erstattet.

Mit der Verlängerung des ESF-Förderprogramms unternehmensWert:Mensch (uWM) bis 2022 haben weitere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, eine geförderte Prozessberatung in Anspruch zu nehmen. Mit über 100 Erstberatungsstellen und rund 2.000 autorisierten Prozessberaterinnen und Prozessberatern aus dem gesamten Bundesgebiet bietet uWM eine umfassende Beratung und individuelle Lösungen für KMU.

Ein dreistufiger Beratungsprozess

In einer kostenlosen Erstberatung wird die Förderfähigkeit geklärt und die Ausgangssituation im Unternehmen sowie der Veränderungsbedarf anhand der vier personalpolitischen Handlungsfelder (Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz) ermittelt. Werden die Fördervoraussetzungen erfüllt, erhält das Unternehmen einen Beratungsscheck für die Prozessberatung.

Die Prozessberatungen finden vor Ort in den Unternehmen statt und werden von den rund 2.000 autorisierten Prozessberaterinnen und Prozessberatern unter Einbindung sowohl der Geschäftsführung als auch der Beschäftigten durchgeführt, sodass die erarbeiteten Konzepte gemeinschaftlich getragen und nachhaltige Veränderungen anstoßen werden.

Nach erfolgreich durchlaufender Prozessberatung wird drei bis sechs Monate später ein Ergebnisgespräch in der Erstberatungsstelle durchgeführt, in dem die angestoßenen Veränderungsprozesse resümiert werden. Gegebenenfalls kann einen Folgeberatungsscheck ausgestellt werden.

Förderkonditionen

Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten können bis zu 10 Beratungstage in Anspruch nehmen. Gefördert werden 50 bis 80 Prozent der Beratungskosten. In einigen Bundesländern gelten abweichende Regelungen.

Weitere Informationen: http://www.unternehmens-wert-mensch.de/das-programm/wer-wird-gefoerdert/

unternehmensWert:Mensch plus

Im September 2017 ist zudem der neue Programmzweig unternehmensWert:Mensch plus gestartet, seitdem wurden 1.000 Unternehmen gefördert (Stand 07/2019). Dieser unterstützt KMU dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Gestaltung der digitalen Transformation in Lern- und Experimentierräumen zu erproben. Lern- und Experimentierräume sollen KMU helfen, mit einer agilen Arbeitsmethode Innovationsprozesse in Gang zu setzen. Dabei kann es beispielsweise um Angebote zum mobilen Arbeiten, neue Arbeitszeitmodelle oder den Einsatz von digitalen Assistenzsystemen gehen.

Förderkonditionen

KMU mit weniger als 250 Beschäftigten und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz können in einer kostenfreien Erstberatung klären, ob eine Förderung möglich ist. Es werden bis zu 12 Beratungstage gefördert, die Förderquote beträgt 80 Prozent.

Beide Förderprogramme können nacheinander, nach dem jeweiligen Ergebnisgespräch, in Anspruch genommen werden, sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt sind.

Weitere Informationen: www.unternehmens-wert-mensch.de/uwm-plus.

Gefördert werden unternehmensWert:Mensch und unternehmensWert:Mensch plus durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds. Inhaltlich speisen sich die Programme aus dem Expertenwissen der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Mehr Informationen:

https://www.unternehmens-wert-mensch.de/startseite/

Vor Ort:

https://wirobski-rathje.de/beratungsfoerderung/
https://wvgeesthacht.de/arbeitskreise/ak-gruendersprechstunde/

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