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(LOZ). Auch die Unternehmen in der Metropolregion Hamburg bekommen die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Dies zeigt die Befragung der Unternehmen in der Metropolregion Hamburg zu ihrer Einschätzung der Konjunkturentwicklung. Ihre Beurteilungen der aktuellen und künftigen Geschäftslage sowie ihrer Aussichten hat sich deutlich verschlechtert.

Die Auswirkungen der Pandemie sind gravierend: Während das gesamtdeutsche Bruttoinlandsprodukt den stärksten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 verzeichnet, hat die Ausbreitung des Coronavirus auch in der Metropolregion Hamburg nach rund acht Wochen Lockdown erwartungsgemäß zu massiven Einbrüchen in der Wirtschaft geführt. Entsprechend pessimistisch schauen die Unternehmer in die Zukunft. Dazu Michael Fröhlich, Hauptgeschäftsführer des UVNord Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V., „Die letzten Wochen „shut down“ waren der größte Einschnitt in der Wirtschaftsentwicklung des Landes nach dem 2. Weltkrieg. Dies spiegeln eindeutig die Umfrageergebnisse wider. Die Lage als auch die Stimmung sind überwiegend schlecht. Dies wird sich leider auch auf die Arbeitsmarktzahlen niederschlagen. Es gibt nahezu keine Bereiche die von den Auswirkungen der Pandemie nicht betroffen sind. Für den Blick in die Zukunft gilt jetzt die Empfehlungen der OECD zur Weiterentwicklung der Metropolregion mitsamt einem wirtschaftspolitischen Programm zur Überwindung der Corona-Krise umzusetzen.“

Branchenübergreifend bewerten nur noch 15,5 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, 41,7 Prozent als befriedigend, und 42,8 Prozent als schlecht. Bei den befragten Handwerksbetrieben sind 64 Prozent von Umsatzrückgängen betroffen. Bei fast der Hälfte gab es Auftragsstornierungen. 16 Prozent der Handwerksunternehmen mussten ihren Betrieb ganz oder teilweise schließen. In der Baubranche fielen die Umsatzrückgänge geringer aus als in anderen Branchen.

76,5 Prozent der befragten Unternehmen erwarten im kommenden Jahr eine ungünstigere Geschäftslage als bisher. Jedes fünfte Unternehmen geht von einer gleichbleibenden Lage aus. Nur sechs Prozent der Befragten glauben an eine günstigere Entwicklung; im November waren es noch 12,8 Prozent.

Auch die Firmenaussagen zur Personalplanung sind deutlich eingetrübt: Während noch gut die Hälfte von einer gleichbleibenden Beschäftigtenzahl für 2020 ausgehen, rechnen nur noch 5,5 Prozent mit wachsenden Mitarbeiterzahlen. Zum Ende des letzten Jahres waren es noch 15,8 Prozent.

Über die Hälfte der Unternehmen will die Investitionen reduzieren. Nur noch 8,1 Prozent (11/20219: 30 Prozent) beabsichtigen zusätzliche Investitionen. Deutlich pessimistischer ist auch die Einschätzung der Exportaussichten. 65,7 Prozent erwarten einen Rückgang und nur 7 Prozent eine Zunahme. Besonders hart scheint es die Dienstleistungsbranche und das verarbeitende Gewerbe zu treffen.

Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern der Metropolregion Hamburg befragen zweimal im Jahr ihre Mitgliedsunternehmen nach ihrer aktuellen Geschäftslage und bitten um eine Einschätzung für die kommenden Monate. Daraus ermitteln sie das Geschäftsklima. Die Daten dieser Konjunkturumfrage wurden im April 2020 nach Inkrafttreten der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sowie nach dem Start staatlicher Soforthilfen in den vier Bundesländern erhoben.

Das vollständige Konjunkturbarometer: www.metropolregion.hamburg.de/konjunkturbarometer

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