Landesvorsitzender Rüdiger Behn: „Die Risiken- und Nebenwirkungen des Lockdowns werden unerträglich.“

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Eckernförde (LOZ). Am nächsten Mittwoch trifft die Bundeskanzlerin erneut die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder, um über die aktuelle Pandemiesituation zu beraten. Als Ergebnis fordern Die Familienunternehmer in Schleswig-Holstein eine realistische Öffnungsstrategie, die Schnelltests und Impfungen mehr Gewichtung erfahren lässt.

Der Landesvorsitzende von Die Familienunternehmer in Schleswig-Holstein, Rüdiger Behn: „An die Bundes- und Landesregierung: Die Risiken- und Nebenwirkungen des Vorschlaghammer-Lockdowns werden immer offensichtlicher. Die Staatsschulden wachsen in vor wenigen Monaten noch unvorstellbare Höhen und trotzdem werden wirtschaftliche und menschliche Existenzen vernichtet. Zigtausende von Solo-Selbständigen, Künstlern und Unternehmerfamilien bezahlen aus ihrem Ersparten bislang unentschädigt für den Infektionsschutz. Familien erliegen dem täglichen Kampf aus Homeschooling und Home-Office. Dabei zeigen andere Länder in nah und fern, dass die Infektionszahlen klein gehalten werden können, ohne die Wirtschaft zu zerstören. Am kommenden Mittwoch muss daher nun spätestens eine bundesweit geltende realistische Öffnungsstrategie vorgelegt werden. Die Regeln der Öffnungsstrategie müssen zwar für ganz Deutschland gelten, aber von den Landkreisen je nach Kennzahlen individuell umgesetzt werden – ganz nach dem Motto: Nur weil es in Bayern regnet, müssen die Schleswig-Holsteiner noch lange keine Gummistiefel anziehen. Das ermöglicht, dass Regionen, die die Kriterien unterschreiten, schneller und mehr öffnen können als andere. Und in den Regionen, die die Kriterien überschreiten, muss unter Umständen erneut geschlossen werden, ohne dass ganz Deutschland am Vorschlaghammer-Lockdown erstickt.“

Behn weiter: „Unverzichtbar ist dabei: Inzidenzwerte und andere Kennzahlen müssen auch erreicht werden können und die Öffnungsstrategie durch flächendeckende Schnelltests und raschere Impfungen forciert werden. Die Ausweitung des Testangebots ist daher unabdingbar – gleichzeitig kommt hier die bislang lediglich datenschützende Corona-App ins Spiel: über sie könnten die Schnelltestergebnisse digital erfasst und die Gesundheitsämter deutlich entlastet werden. Zudem sind Nachbesserungen nicht nur bei der Beschaffung der Impfstoffe, sondern auch in der digitalen und analogen Abwicklung von Impfterminen und der Festlegung von Prioritätsgruppen gefragt. Um die Impfterminvergabe zu erleichtern, sollte analog anderer Länder eine vom Bund zur Verfügung gestellte digitale Plattform, auf der die Daten zusammengeführt und koordiniert werden, den Prozess beschleunigen“, schlägt Behn vor.

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