Lesezeit: 2 Minuten

Schwarzenbek (sun). Den zahlreich erschienenen Vertretern der örtlichen Politik und der Schwarzenbeker Stadtverwaltung war die Erleichterung deutlich anzumerken, dass zwei Jahre nach dem vernichteten Brand des Vereinsheims an der Schützenallee endlich der Spatenstich erfolgen konnte. Gleich zehn Spaten standen bereit, um die ersten Erdarbeiten durchzuführen.

In den kommenden Tagen werden gut 1,50 Meter Erdreich abgeschoben, um eine feste Grundlage für die Bodenplatte zu schaffen. „Der Untergrund ist nicht gewachsen, sondern mit Resten der Brandruine und anderem Unrat versetzt“, erklärt Architekt Holger Junge. Nun soll ein sicheres Fundament entstehen und auch die leichte Hanglange des Grundstücks mit den nebenliegenden Sportplätzen wird berücksichtigt. Bei Starkregen könnte Regenwasser das Gebäude fluten. Darum wird es leicht erhöht errichtet.

Auch bei der Platzierung der Haustechnik hat sich Architekt Junge etwas Besonderes einfallen lassen, um die volle Grundfläche für Umkleide- und Duschräume sowie einen 60 Quadratmeter großen Mehrzweckraum nutzen zu können. „Es war die Vorgabe der Versicherung, dass die Maße des Altbaus nur um 15 Prozent überstiegen werden durften“, so Architekt Junge. Nun entspricht der Neubau den Energieeinsparungsvorschriften und nutzt eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser.

Mit 800.000 Euro wird von der Versicherung der Brandschaden reguliert. Knapp 1,5 Millionen Euro kosten die sechs großen Umkleideräume mit Duschen, vier kleine Umkleideräume für die Schiedsrichter oder Lehrer und einem Büro mit Nebenräumen für den Platzwart. Der Mehrzweckraum steht den örtlichen Sportvereinen zur Verfügung. Der SC Schwarzenbek plant einen eigenen Bau neben dem Sportlerhaus.

„Ich danke den Stadtverordneten, die alle nötigen Beschlüsse ohne Zeitverzögerung gefasst haben. Mein Dank gilt auch der Schützengilde, die seit dem verheerenden Brand sich an die Seite der Stadt und der Sportler gestellt hat und die Schützenhalle sofort zur Verfügung gestellt hat.“ Auf dem Grundstück der Schützenhalle stehen auch in den nächsten Monaten Sanitär-Container bereit, bevor im Herbst 2018 Schüler und Sportler sich in dem Neubau umkleiden und duschen können.

„Die Stadt trägt 700.000 Euro der Baukosten, Sportförderung durch die Stadt ist das allemal“, betonte Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig. Auch die regionale Bauwirtschaft freut sich über den Sporthaus-Neubau, denn 95 Prozent der Aufträge sind bereits vergeben. Die Rohbauarbeiten werden maßgeblich durch die Schwarzenbeker Baufirma Meier Hoch&Tiefbau durchgeführt.