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Von Michelle Sitko

Die Turntalente der KTG Lüneburger Heide Zoe Hiller (12 Jahre, AK 12) und Laura Brakmann (12 Jahre, AK 13), beide MTV Borstel-Sangenstedt, sind mitten in den Vorbereitungen auf die Deutschen Jugendmeisterschaften im Kunstturnen. Bereits zum zweiten Mal hat sich Laura für die nationale Meisterschaft qualifiziert und nun ist auch die jüngere Teamkollegin mit dabei.

Bereits bei den Qualifikationswettkämpfen konnten die Mädchen überzeugen und die geforderte Punktzahl deutlich überbieten. Voller Energie bereiteten sich die Mädchen auf den Endspurt des Trainings vor, um am 28./29. März in Esslingen zu glänzen. Doch Anfang März spitzte sich die Lage mit dem Corona Virus zu, alle Sporthallen mussten geschlossen werden. Die Mädchen waren bereits in Top-Form und versuchten nun, trotz erschwerter Bedingungen, noch die letzte Zeit zuhause fit zu bleiben. Es waren nur noch zwei Wochen bis zu den Deutschen Meisterschaften, als der Deutsche Turnerbund (DTB) die offizielle Meldung herausgab: Der Wettkampf wird abgesagt. Das Highlight des Jahres der beiden Mädchen findet nun voraussichtlich im Oktober oder November statt. Aber zunächst war alles offen und ein Training ohne konkrete Zielsetzung ist eine echte Herausforderung.

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Foto: Michelle Sitko

Doch die Mädchen entschlossen sich, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Sie organisierten WhatsApp-Videokonferenzen untereinander und trainierten im Wohnzimmer und im Garten weiter. Die neue Situation und die plötzliche Zwangspause des Trainings in der Halle, in der die Mädchen bis zu sechs Tage die Woche verbringen, forderte die Kreativität der Mädchen. Es musste improvisiert und nach neuen, öffentlichen Sportgeräten im Freien Ausschau gehalten werden. Und so bekommt man mehrmals die Woche eine erstklassige Kür geboten, von Zoe Hiller, die auf den Holzbalken am Winsener Schloss noch immer ihre Salti schlägt. Laura Brakmann und Trainingskollegin Lena Miltz ließen sich ebenfalls etwas einfallen und nutzen die Reckstangen im Eckermannpark für ihre Riesenfelgen.

Nach kurzer Zeit gelang es der Trainerin Birgit Kruse Trainingsmöglichkeiten auf dem Sportplatz für das Training zu sichern. Nun wird an zwei bis drei Tagen die Woche in Kleingruppen von maximal fünf Personen unter freiem Himmel an der Kondition, Kraft und den Grundlagen gearbeitet. Die neuen und erschwerten Bedingungen, wie die Abstandsregelung und der neue Trainingsplatz ohne sämtliche Geräte, zwingen die Trainer und Turnerinnen zu improvisieren. Aber sie machen das Beste daraus und sprühen vor Energie. Das meist gute Wetter gibt ihnen neue Kraft und ein ganz anderes Gefühl des Trainings, da sie beim Turnen eigentlich nie aus der Halle rauskommen. „Vielleicht bleiben wir ja dabei einen Tag in der Woche draußen zu trainieren“, spaßt Trainerin Birgit Kruse, doch trotzdem freuen sich alle hoffentlich schon bald wieder in die Sporthallen zurückzukehren.

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Foto: Michelle Sitko

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