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E-Mobilität: Bund fördert Kommunen und private Investoren mit bis zu 50 Prozent der Kosten für Ladeinfrastruktur und stellt dazu 70 Millionen Euro bereit

Lesezeit: 3 Minuten

(LOZ). Noch bis zum 21. Februar 2019 können Gemeinden, Städte und private Investoren im Rahmen des sogenannten 3. Fördercalls Anträge auf Förderung von bis zu 50 Prozent für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge bei der Bundesregierung stellen. Gefördert wird die Errichtung von bis zu 13.000 Normal- und Schnellladepunkten, für die rund 70 Millionen Euro Fördergelder bereit stehen*.

Mit 230 Ladepunkten ist HanseWerk einer der größten Betreiber von Ladeinfrastruktur in Schleswig-Holstein und bietet kommunalen Partnern und Geschäftskunden Unterstützung von der Beantragung der Fördergelder bis zur Betriebsführung der E-Ladesäulen als Komplettpaket an. Allein in diesem Jahr hat HanseWerk 140 zusätzliche Ladepunkte in Schleswig-Holstein errichtet. „Wir planen für 2019 bereits die Errichtung von 50 weiteren Ladepunkten im Land“, sagt Anna Günther, Projektleiterin Elektromobilität bei HanseWerk.

Forsa-Umfrage zur Mobilität in Schleswig-Holstein

Ein weiterer Ausbau von Ladepunkten ist notwendig, um die E-Mobilität im Lande weiter voranzubringen. Denn wenn man die Schleswig-Holsteiner befragt, dann ist für 88 Prozent die fehlende Ladeinfrastruktur – nach dem Kaufpreis der Autos – das größte Hindernis für den Ausbau der E-Mobilität im Land. Das ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von HanseWerk. Drei Viertel der Befragten wünschen sich ein einheitliches und herstellerunabhängiges System von Ladestationen und Anschlüssen (75 Prozent) beziehungsweise flächendeckende Schnellladestationen auf öffentlichen Parkplätzen, bei Einkaufszentren oder Baumärkten (74 Prozent).

Die Mehrheit der jungen Menschen in Schleswig-Holstein kann sich gut vorstellen, ein E-Auto zu kaufen, bei den Älteren ist es hingegen nur gut ein Drittel. So kommt für 51 Prozent aller unter 30-jährigen die Anschaffung eines Autos mit Elektroantrieb in Frage. Damit steht das E-Auto in dieser Altersklasse bereits auf Platz drei der Beliebtheitsskala hinter dem klassischen Benziner und dem teilweise elektrischen Fahrzeug mit Hybridantrieb**. Je älter die Menschen hingegen sind, desto weniger reizt sie der Kauf eines E-Autos: Bei den Schleswig-Holsteinern zwischen 30 und 59 sind es rund 38 Prozent, die sich vorstellen können, ein E-Auto zu erwerben; bei den über 60-jährigen sind nur 21 Prozent dem E-Auto zugeneigt. Und auch für das teilweise elektrische Hybrid-Auto interessieren sich mit 33 bis 59 Prozent deutlich weniger ältere als jüngere Schleswig-Holsteiner***.

Ausbau der E-Mobilität in Schleswig-Holstein

Die HanseWerk-Gruppe hat in diesem Jahr ihre erste rund um die Uhr öffentlich zugängliche Solartankstelle für Elektroautos in Ahrensburg in Betrieb genommen. Die Elektrofahrzeuge werden aus vor Ort erzeugter und gespeicherter regenerativer Energie betankt (Photovoltaikanlage mit einer Leistung von ca. 12 kWp; Batteriespeicher 36kW/36,8 kWh) und fahren damit vollständig emissionsfrei. Außerdem hat das Unternehmen die Betriebsführung von Ladesäulen an 15 Tank&Rast-Autobahnraststätten entlang der A1 sowie der A7 übernommen und ist somit einen weiteren Schritt für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur in Schleswig-Holstein gegangen.

Ebenfalls in diesem Jahr konnte das Förderprojekt HansE, an dem die HanseWerk-Gruppe maßgeblich beteiligt war, erfolgreich abgeschlossen werden. 21 zusätzliche Ladesäulen am nördlichen Stadtrand von Hamburgs sind das Ergebnis.

Auch im eigenen Fuhrpark hat die HanseWerk-Gruppe aufgerüstet: Insgesamt sind 47 Elektrofahrzeuge in Schleswig-Holstein im Einsatz, davon sind 18 neu in 2018 hinzugekommen. Weitere 15 Elektrofahrzeuge werden den Fuhrpark im nächsten Jahr zusätzlich verstärken. Für die eigenen Elektrofahrzeuge hat die HanseWerk-Gruppe an ihren Standorten in Schleswig-Holstein Ladepunkte errichtet. An 13 dieser Standorte (Ahrensburg, Dägeling, Fockbek, Friedrichstadt, Kaltenkirchen, Meldorf, Pönitz, Quickborn, Rendsburg, Schuby, Schwarzenbek, Segeberg, Uetersen) befinden sich zudem öffentlich zugängliche Ladepunkte.

*: Weitere Infos unter:

https://www.bav.bund.de/DE/4_Foerderprogramme/6_Foerderung_Ladeinfrastruktur/Foerderung_Ladeinfrastruktur_node.html

**: Die forsa-Studie finden Sie auch im Internet unter www.hansewerk.com/ladeloesungen Benziner: 84%, Hybridantrieb: 70 % -  Mehrfachnennungen waren möglich

***: Mehrfachnennungen waren möglich

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