Print Friendly, PDF & Email

Lesezeit: 3 Minuten

(LOZ). Tiefkühlgemüse hat weniger Nährstoffe, Eier erhöhen den Cholesterinwert, Margarine ist gesünder als Butter? Es gibt viele Weisheiten über Lebensmittel, die seit Generationen weitergegeben werden. Doch manche von ihnen sind falsch.


Tiefkühlgemüse ist ungesund Diese Aussage stimmt so nicht. Ob frisches oder tiefgekühltes Gemüse gesünder ist, hängt tatsächlich von der Sorte und der Frische ab. Viele Gemüsesorten, darunter Erbsen und Spinat, verlieren schnell Vitamine und Nährstoffe. Je länger der Weg bis zum Verbraucher ist, desto weniger reichhaltig sind sie. Sauerstoff, Licht und Wärme führen nämlich zum natürlichen Abbau der wichtigsten Inhaltsstoffe. Moderne Produktionsverfahren für Tiefkühlgemüse schaffen es hingegen, die Nährstoffe und Vitamine zu erhalten. Die Reise von tiefgekühltem Spinat vom Feld bis in die Verpackung zum Beispiel dauert nur etwa 180 Minuten und dank Schockfrostverfahren wird der natürliche Abbauprozess der Vitamine und Nährstoffe eingedämmt. Hinsichtlich Vitamin- und Nährstoffgehalt sind tiefgefrorene Gemüsesorten wie Bohnen, Erbsen und Spinat der frischen Variante also weit überlegen. Bei anderen Gemüsearten hängt es davon ab, wie lang der Weg zum Verbraucher ist und wie gut die Lagerung des Gemüses.

Eier erhöhen den Cholesterinwert Wer einen erhöhten Cholesterinspiegel hat, der verzichtet meist auf den Verzehr von Eiern. Sie enthalten nämlich 250 bis 280 Milligramm Cholesterin pro Stück. Dieses Cholesterin übt aber nur einen geringen Einfluss auf die Werte im Blut aus. Entscheidend für den Cholesterinspiegel ist vielmehr der Anteil der gesättigten Fettsäuren. Wer viele gesättigte Fette zu sich nimmt, erhöht die Cholesterinaufnahme. Wer hingegen mehrfach ungesättigte Fette konsumiert, reduziert die Aufnahme. Tatsächlich enthalten Eier viel Cholesterin, aber wenige gesättigte Fettsäuren, sodass die Aufnahme des Cholesterins gering ist. Eier sind also kein Cholesterin-Bösewichte. Bedenklicher ist da ein zu häufiger Verzehr von fettigem Fleisch, Speck oder Wurst, denn sie enthalten mehr gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel nach oben treiben. Übrigens wird auch der Butter nachgesagt, den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Aber auch das ist falsch, denn in der Regel verzehrt man mit etwa 15 Gramm pro Tag keine gesundheitsbeeinträchtigenden Mengen und spürt daher auch keine negative Wirkung des Cholesterins aus der Butter.

Margarine ist gesünder als Butter Die Deutschen lieben Butter oder Margarine auf ihrem Brot. Laut Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung konsumiert jeder Deutsche davon etwa 5 Kilo im Jahr. Margarine gilt nach der Meinung vieler als gesündere Alternative zur Butter, weil sie weniger Kalorien enthält. Das stimmt jedoch nicht. Margarine enthält etwa 745 Kalorien pro 100 Gramm, Butter 750 Kalorien. Der Unterschied ist so minimal, dass er sich bei normalen Essgewohnheiten nicht bemerkbar macht. Was jedoch auffällt: Butter enthält mehr Vitamine, vor allem die Stoffe A, D und E. Margarine hingegen besitzt meist nur künstlich hinzugegebene Vitamine, da die ursprünglichen Vitamine bei der Herstellung verlorengehen. Orientiert man sich also am Vitamingehalt, ist Butter tatsächlich gesünder als Margarine.

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen