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Das Herzogtum Lauenburg ist eine von bundesweit fünf Projektregionen, die den neuen Versorgungsansatz erproben

(LOZ). Seit dem 1. Januar wird im bundesweiten Projekt RubiN erprobt, ob geschulte Versorgungskoordinatoren, sogenannte Case-Manager, Senioren bei einer selbstständigen Lebensweise im häuslichen Umfeld unterstützen können.

Jeder fünfte der insgesamt bis zu 3.200 Patienten stammt dabei aus dem Herzogtum Lauenburg. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Senioren, die über 70 Jahre alt sind und von einem beteiligten Hausarzt behandelt werden. Nach einem vielversprechenden Start ist bereits eine Vielzahl an Patienten in das Projekt eingeschrieben. Dennoch werden weitere Ärzte gesucht, die das Modellprojekt unterstützen. Finanziert wird RubiN durch den Innovationsfonds der Bundesregierung.

Das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, hat für RubiN vier Case-Manager ausgebildet. Sie nehmen ihre Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten wahr, beginnend mit einer gemeinsamen Einschätzung des individuellen Unterstützungsbedarfs. Dabei wird für jeden Patienten ein Versorgungsplan erstellt, der beispielsweise Hilfe bei der Beantragung eines Pflegegrades oder Hilfsmittels umfasst. Auch der Zugang zu sozialen Angeboten und die Abstimmung der Versorgung zwischen Krankenhaus, Arztpraxis sowie Pflegedienst spielen eine Rolle.

Ob diese Form der Unterstützung die Versorgungssituation und dadurch die Selbstständigkeit geriatrischer Patienten effizient und effektiv verbessern kann, ist bislang kaum erforscht. Daher ist RubiN Gegenstand einer umfassenden wissenschaftlichen Begleitstudie. Bei Erfolg soll das Case Management dauerhaft und flächendeckend in der Regelversorgung angeboten werden.

Christina Möllmann, Projektleiterin für RubiN und stellvertretende Geschäftsführerin beim Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, erklärt das Anliegen des Projekts: „Viele Senioren sind im Alltag auf sich allein gestellt und überfordert. Die kompetente Unterstützung durch unsere Case-Manager bei RubiN ist dabei eine große Hilfe. Auch Angehörige der Teilnehmer und beteiligte Hausärzte werden so entlastet.“

Über RubiN

„RubiN – Regional ununterbrochen betreut im Netz“ ist ein dreijähriges Versorgungsprojekt für geriatrische Patienten. In dem Projekt unterstützen 20 professionelle Case-Manager mehrfacherkrankte Senioren bei einer möglichst selbstständigen Lebensweise im heimischen Umfeld. In fünf Regionen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen nehmen 3.200 Patienten an dem Projekt teil. Der Innovationsfonds der Bundesregierung unterstützt das Projekt mit circa 8,1 Millionen Euro.

Die wissenschaftliche Evaluation des Projekts übernehmen die Universitätsmedizin Greifswald, das Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, das Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav). Konsortialführerin ist die BARMER.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rubin-netzwerk.de.

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