Print Friendly, PDF & Email

Lesezeit: 2 Minuten

(LOZ). Die Diagnose Krebs stellt das Leben der Betroffenen auf dem Kopf. Wie es jetzt weitergeht und wer bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben helfen kann – das sind wichtige Fragen für Patienten. Im Internet finden sich dazu viele Informationen – aber nicht immer sind die Quellen verlässlich. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar betont die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft den hohen Stellenwert der regionalen Beratungs- und Informationsangebote in Schleswig-Holstein.

Wie lassen sich seriöse von unseriösen Gesundheitsinformationen unterscheiden? Das ist häufig gar nicht so einfach. Vorsicht geboten ist in jedem Fall bei reißerischen Schlagzeilen oder unrealistischen Aussagen, zum Beispiel, wenn eine Therapie als absolut nebenwirkungsfrei angepriesen wird oder angeblich zu 100 Prozent wirksam ist. Manchmal ist Werbung als redaktioneller Inhalt getarnt – hier sollten Betroffene auf eine klare Trennung achten. Auch der Blick ins Impressum lohnt sich. So wird schnell klar, wer die Urheber einer Information sind und ob sie möglicherweise kommerzielle Interessen verfolgen.

Viele Fragen der Betroffenen sind ohnehin so individuell, dass sie sich besser in einem persönlichen Beratungsgespräch klären lassen. Eine gute, umfassende, kostenlose und wohnortnahe Beratung bieten die Krebsberatungsstellen. Die Bedeutung der Krebsberatung hat mittlerweile auch der Gesetzgeber erkannt – er legte fest, dass sich die Krankenkassen künftig zu 40 Prozent an der Finanzierung der Beratungsstellen beteiligen. Diese Förderung soll ab dem 1. Juli 2020 rückwirkend für den 1. Januar 2020 gelten.

An sechs Standorten bietet die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft Beratungen für onkologische Patienten und deren Angehörige an. Dort wurden 2019 über 1.000 Beratungen durchgeführt. „Mit unseren Angeboten stehen wir für die Einhaltung, den Nachweis und die Weiterentwicklung der entsprechenden Qualitätskriterien in der psychosozialen Beratung. Darüber hinaus kennen wir die Versorgungslandschaft in Schleswig-Holstein sehr gut und können deswegen auch an die richtige Stelle weitervermitteln“, so Prof. Dr. Frank Gieseler, Vorstandsvorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft.

Nach derzeitigem Stand erkrankt in Deutschland jeder Zweite im Laufe seines Lebens an Krebs. Jedes Jahr gibt es etwa 500.000 Neuerkrankungen. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist zwischen 2015 und 2030 in Deutschland mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um 23 Prozent zu rechnen (Quelle: Krebs in Deutschland 2015/2016, Robert-Koch Institut). Nach den Herz-Kreislauferkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Bei Frauen zählen zu den häufigsten Krebserkrankungen der Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern der Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.

Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft

Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft ist seit über 65 Jahren aktiv und tritt für eine Verbesserung der Versorgungsstrukturen für Krebspatienten und deren Familien ein. Die vielfältigen Angebote des gemeinnützigen Vereins sind für Betroffene kostenfrei und werden durch Spendengelder finanziert. Mithilfe der von der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft intensiv betriebenen Vernetzung aller an einer Krebsbehandlung beteiligten Akteure, soll den Patienten eine optimale Versorgung ermöglicht werden.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.