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Mölln (LOZ). Prof. Dr. Hans-Jörg Jacobsen (Braunschweig) führt in seinem Vortrag am Dienstag, 26. November, um 19.30 Uhr im Sitz der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, Mölln, durch die Entwicklung der Pflanzenzüchtung von der Auslesezüchtung bis zur Gentechnik. Dabei versucht er auch, die Auswirkungen zu bewerten. Der Eintritt ist frei.

Menschen züchten Pflanzen, seit sie vor etwa 12.000 Jahren sesshaft wurden. Anfangs war Züchtung intuitiv: Man nutzte die vorhandene oder entdeckte Variabilität der Pflanzen und betrieb eine Auslesezüchtung. So entstanden unsere heutigen Kulturpflanzen. Mit Wiederentdeckung der Mendelschen Regeln zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die wissenschaftliche Züchtung, die den Zuchtfortschritt enorm beschleunigte.

Mit der Entdeckung der mutationsauslösenden Wirkung ionisierender Strahlen durch Emmy Stein (1921) wurde als zusätzliche Methode zur Verbreiterung der genetischen Vielfalt die Mutationszüchtung entwickelt, die dann zu Beginn der 1980er Jahre durch die mittlerweile klassische Gentechnik abgelöst wurde. Etwa um 2012 wurden die DNA bakterieller Abwehrsysteme gegen Virusinfektionen und resistenzbrechender Eigenschaften phytopathogener Pilze entschlüsselt. Mit ihrer Hilfe wurden Verfahren des „Genom Editing“ wie CRISPR/Cas oder TALEN entwickelt, die es ermöglichen, die DNA gezielt zu verändern.

Der Referent war vor seiner Emeritierung am Institut für Pflanzengenetik an der Leibniz-Universität Hannover tätig.