Die Verbraucherzentrale rät ab

 

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(LOZ). Was wie ein Aprilscherz zu Weihnachten klingt, ist tatsächlich ernst gemeint: Food-Blogs, Zeitschriftenrezepte, Kochbücher und selbst Spitzenköche erklären das Garen im Geschirrspüler zum Kochtrend. Eingepackt in Alufolie oder Bratschlauch sollen Fleisch, Fisch oder Gemüse beim Spülgang zwischen schmutzigem Geschirr angeblich schonend und energiesparend zubereitet werden. Die Verbraucherzentrale warnt vor Gesundheitsrisiken.

„Es gibt viele Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen und sein Essen nährwertschonend und sicher zuzubereiten. Aber das Garen im Geschirrspüler ist der falsche Weg“, so Gudrun Köster, Expertin für Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Die verwendeten Materialien wie Aluminium oder Bratschläuche und –beutel sind für diesen Zweck nicht geprüft. Deshalb ist diese Methode gesundheitlich bedenklich.“

Schadstoffe können aus der Folie ins Essen gelangen

Das Material ist in der Spülmaschine hohen Temperaturen, einer aggressiven Reinigungslösung und säurehaltigem Klarspüler ausgesetzt. Dabei können sich Schadstoffe aus der Folie lösen und ins Essen übergehen. Die Zutaten können auch leicht in Kontakt mit den Reinigungsmitteln kommen. Eine Nachfrage der Verbraucherzentrale bei Herstellern von Bratschläuchen und beim Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin hat bestätigt, dass die Garmethode im Geschirrspüler riskant ist. Die Hersteller gaben an, dass sie ihre Produkte für diesen Zweck nicht geprüft haben. Sie können auch nicht garantieren, dass die Bratschläuche oder –beutel dicht halten. „Angesichts solcher Risiken sollte man Karpfen, Braten oder das vegetarische Menü lieber wie gewohnt im Topf, in der Pfanne oder im Ofen zubereiten“, rät Gudrun Köster.

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