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Kiel (LOZ). Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen erinnert das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein an Vorsichtsmaßnahmen für die Gesundheit: Hitze und hohe Intensität von UV-Strahlung können eine Gefahr für die Gesundheit bedeuten, vor allem über einen längeren Zeitraum. Dies ist sowohl bei Freizeitaktivitäten als auch bei Arbeit im Freien unter den aktuellen Wetterbedingungen unbedingt zu beachten.

Von möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen bei zu großer Hitze sind hauptsächlich alte und pflegebedürftige Personen sowie Personen mit eingeschränkter physischer Anpassungsfähigkeit (z. B. Kleinkinder, chronisch Kranke) betroffen. Bei diesen Personengruppen ist besonders darauf zu achten, dass sie ausreichend trinken und sich nicht zu lange in der Hitze aufhalten, sondern rechtzeitig wieder kühlere Bereiche aufsuchen. Ohne Hilfe von Pflegepersonal beziehungsweise Familienangehörigen und Freunden ist es ihnen jedoch häufig nicht möglich, sich durch entsprechende Verhaltensmaßnahmen vor den gesundheitlichen Folgen großer Hitze zu schützen.

Dagegen sind von hoher UV-Strahlung vor allem Kinder, Jugendliche und junge Leute, die sich längere Zeit am Strand oder anderen sonnenexponierten Orten ohne ausreichenden Sonnenschutz aufhalten, betroffen. Aber auch Personen, die insbesondere in der Mittagszeit im Freien arbeiten, sind durch hohe UV-Strahlung gefährdet. Durch vernünftigen Umgang mit der Sonne kann das Risiko, an Sonnenbrand und längerfristig an Hautkrebs zu erkranken, reduziert werden. Infos für Bürgerinnen und Bürger sowie für Ärztinnen und Ärzte sind auch unter www.schleswig-holstein.de, Suchwort: "Hitzewarnung" in zwei unterschiedlichen Faltblättern zu finden.

Aktuelle Wetterinfos

Aktuelle Hinweise und entsprechende Warnhinweise finden sich bei extremer Wetterlage auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes www.dwd.de, „Amtliche Warnungen“. Diese werden auch den Medien bekannt gegeben. Darüber hinaus bietet der Deutsche Wetterdienst allen Interessierten (z. B. Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten und pflegende Personen) an, sich Warnmeldungen vor hoher Wärmebelastung oder UV-Strahlung auch direkt als Email zuschicken zu lassen. Hierfür können sich Interessierte unter der Internetadresse www.dwd.de anmelden.

Badegewässer – Situation weiterhin gut

In Schleswig-Holstein werden die 339 Badestellen regelmäßig von den zuständigen Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte überwacht und beprobt. Dabei werden die bakteriologischen Parameter zur hygienisch-gesundheitlichen Bewertung eines Badegewässers wie von der EU vorgeschrieben untersucht. Die Untersuchungsergebnisse werden kontinuierlich ins Internet eingestellt und sind unter „Aktuelle Situation der Badegewässer“ unterwww.schleswig-holstein.de/badegewaesser einsehbar. Stand 24. Juli gibt es in Schleswig-Holstein keine Grenzwertüberschreitungen, und ein unbeschwertes Baden ist bei sehr guter Wasserqualität möglich.

Unabhängig von den beprobten Parametern sind Badegewässer freie Gewässer, in denen natürliche Risiken, wie zum Beispiel Zerkarien oder Blaualgen, vorhanden sein können und das Badevergnügen beeinträchtigen können. Derartige Vorkommen sind meist nicht vorhersehbar oder ändern sich sehr rasch. Die Überwachungsbehörden informieren hierüber durch Hinweise vor Ort. Bislang sind dem Ministerium für die Küstengewässer keine Beeinträchtigungen durch Algen gemeldet, lediglich an der Binnen-Badestelle in Schleswig Luisenbad gilt aufgrund von Algen ein befristetes Badeverbot.

Bei Wassertemperaturen ab 20°C können zudem Bakterien der Gattung Vibrio Vulnificus ("Vibrionen") aktiviert werden. Laut Landesmeldestelle am Institut für Infektionsmedizin in Schleswig-Holstein sind bislang keine gemeldeten Erkrankungen in Schleswig-Holstein in dem Zusammenhang bekannt, jedoch gilt für immungeschwächte Personen (z. B. durch HIV oder Diabetes) oder chronisch Kranke mit offenen Wunden grundsätzlich und vorsorglich die Empfehlung, auf das Bad in warmen Ostsee-Gewässern zu verzichten. Weitere Informationen zu Vibrionen finden Sie hier.

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