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(LOZ). Abbuchungen für ein vergessenes Abo, einen gekündigten Vertrag oder für Dienstleistungen, die man nie bestellt hat – von vielen Girokonten verschwindet unbemerkt Geld für völlig unnütze Dinge. Das muss nicht sein.

Viele Verbraucher ahnen nicht, dass sie dauernd ungewollt Geld verschenken. Dabei können im Lauf der Jahre sogar 1.000 Euro und mehr zusammenkommen, wie ein aktuelles Beispiel aus der Verbraucherberatung zeigt. So fiel einer Verbraucherin aus Heide eines Tages auf, dass von ihrem Konto die monatlichen Kosten für einen Telefon- und Internetvertrag abgebucht wurden, den sie fast zwei Jahre zuvor gekündigt hatte. Der Vertragsanbieter hatte die Kündigung zwar bestätigt, aber die Zahlungen trotzdem weiterhin per Lastschrift eingezogen.

Mehr als 1.000 Euro Erstattung nach falscher Abbuchung

Eine Kostenaufstellung in der Verbraucherberatung ergab in diesem Fall einen Betrag von mehr als 1.000 Euro, den die Betroffene über zwei Jahre hinweg gezahlt hatte. Mit Unterstützung der Verbraucherzentrale konnte sie durchsetzen, dass ihr der volle Betrag vom Anbieter erstattet wurde. „Es lohnt sich also, die Abbuchungen auf den Kontoauszügen regelmäßig zu checken. Oft zeigen sich dabei Altlasten, die unnötig Geld kosten“, sagt Michael Herte von der Verbraucherzentrale.

Dahinter stecken meist Verträge, die man irgendwann unbedacht oder aus Versehen abgeschlossen hat. Typische Beispiele sind unnütze Versicherungen oder Abos für Zeitschriften, Sammelmünzen oder Handy-Klingeltöne. „Viele Menschen vergessen, solche Verträge zu kündigen, weil Ihnen gerade bei kleineren Beträgen die Abbuchungen nicht auffallen“, so Michael Herte.

Untergeschobene Verträge

Der kritische Blick auf den Kontoauszug offenbart außerdem unberechtigte Abbuchungen und hilft, sich gegen untergeschobene Verträge zu wehren. „In unserer Beratung erleben wir regelmäßig Fälle, in denen Verbraucher versehentlich gegen ihren Willen Verträge abgeschlossen haben. Viele sind Opfer von manipulativen Werbeanrufen, falschen Gewinnversprechen oder dubiosen Haustürgeschäften geworden“, schildert Herte.

Abofallen im Internet

Auf Internetseiten und in sozialen Online-Netzwerken kommen Verträge völlig unbemerkt zustande. Ein unbedachtes Tippen auf ein Werbebanner kann ausreichen, um in einer Abofalle zu landen. In manchen Fällen werden Nutzer sogar von gängigen Internetseiten auf unbekannte Seiten umgeleitet, ohne dass sie etwas antippen. Solche Abofallen von Drittanbietern ziehen wöchentliche Abbuchungen bis zu 9,99 Euro nach sich. Da sind schnell ein paar hundert Euro verschwunden, bis man die Falle überhaupt bemerkt.

Wer beim Blick auf die Kontoauszüge auffällige oder unberechtigte Abbuchungen entdeckt, nimmt am besten direkt Kontakt zu dem betreffenden Unternehmen auf. Persönliche Beratung, weitere Informationen und Unterstützung bei Auseinandersetzungen mit Unternehmen bietet die Verbraucherberatung in Schleswig-Holstein.

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