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(LOZ). Die Verbraucherzentale Schleswig-Holstein verleiht mit ihrem Projekt „Verbraucher in der Energiewende“ mehr Durchblick beim Thema Energiewende. Online aufzufinden unter www.durchblick-energie-wende.de.

Die Europawahl hat es gezeigt: Die Themen Energiewende und Klimaschutz besitzen einen hohen Stellenwert – und das flächendeckend im gesamten Land Schleswig-Holstein. Genau hier setzt das neue Projekt, das die Verbraucherzentrale (VZSH) gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Ministerium für Energie, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) ins Leben gerufen hat, an.

„Ich freue mich, dass wir die erfolgreiche Arbeit mit der Verbraucherzentrale fortsetzen können und mit dem neuen Projekt das Beratungsangebot weiter ausbauen. Jeder von uns kann einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Die von der Verbraucherzentrale aufbereiteten Informationen und die Möglichkeit einer persönlichen Beratung unterstützen die Bürgerinnen und Bürger bei ihren Entscheidungen“, fasst der schleswig-holsteinische Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht zusammen.

„Verbraucher in der Energiewende“ soll für mehr Transparenz und Informationsfluss im Themenbereich der Energiewende sorgen. Immerhin können die Verbraucher durch ihre Entscheidungen und Energienachfrage einen großen Einfluss auf das Gelingen der Energiewende nehmen. Im Fokus stehen die Themen Fernwärme, Mieterstrom und Digitalisierung. In diesem Bereich gibt es bisher nur wenig anbieterunabhängige Beratung und Informationen. Hier soll das Projekt als eine wertvolle Hilfestellung für Verbraucher dienen.

„Die effiziente Energienutzung ist immer noch der unmittelbarste Weg, Kosten zu senken und damit entscheidend zur Energiewende beizutragen“, erklärt VZSH-Vorstand Stefan Bock. Doch das Angebot ist vielfältig und die rechtlichen sowie technischen Bedingungen sind nicht immer ohne Weiteres verständlich. Und auch die jeweiligen Vor- und Nachteile sind aus Verbrauchersicht abzuwägen.

Das Projekt „Verbraucher in der Energiewende“ im Überblick

Das neue Projekt soll das Bewusstsein für Klima- und Energiethemen bei den Verbrauchern Schleswig-Holsteins stärken und möchte ihnen ihr Mitwirken an der Energiewende verdeutlichen sowie ihre Handlungsmöglichkeiten darstellen. Um Schleswig-Holstein bundesweit als Vorreiter in Sachen Energiewende voranzutreiben, beleuchtet „Verbraucher in der Energiewende“ die Themenfelder Fernwärme, Mieterstrom und Smarte Energienutzung:

Wärmenetze: Stand und Zukunft der Fernwärme

Ziel ist die Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen über die zukünftige Wärmenutzung, insbesondere der vertraglichen Rahmenbedingungen und Preissysteme. Welche Möglichkeiten bestehen? Welche sind ökonomisch vorteilhaft, welche ökologisch sinnvoll und wie funktioniert das eigentlich praktisch?

Nutzung von Solarenergie: Chancen des Mieterstroms

Ziel ist die Beratung und Aufklärung, wie die gesetzlichen Möglichkeiten sinnvoll genutzt werden können. Das Bundesgesetz zur Förderung von Mieterstrom von 2017 gibt den rechtlichen Rahmen, in dem Mieter stärker an der Energiewende teilhaben sollen.

Digitalisierung der Energieversorgung

Die Digitalisierung im Energiebereich beinhaltet Schlagworte wie Smart Meter, Smart Home und Blockchain. Ziel ist die Bereitstellung von grundlegenden Informationen und Beratungsangeboten.

Das Projekt, finanziert vom Ministerium für Energie, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), begleitet die Verbraucher Schleswig-Holsteins mit der Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen sowie Vorträgen und Beratung. Als wichtige Anlaufstelle dient den Verbrauchern die Projekt-Website www.durchblick-energiewende.de, auf der sie sich zu den genannten Themen und Problemen sowie anstehenden Veranstaltungen informieren können.

Zudem wird das Online-Angebot kontinuierlich ausgebaut, sodass dort fortlaufend aktuelle Meldungen – beispielsweise auf anstehende Webinare – abzurufen sind. Schließlich will das Projekt beleuchten, wo es möglicherweise noch Verbesserungsbedarf im Verbraucherschutz der drei Kernbereiche gibt und entsprechende politische Forderungen erarbeiten. Denn je besser der Verbraucherschutz ausgestaltet ist, desto besser ist auch die Akzeptanz bei den Verbrauchern. Dies führt wiederum in der Regel dazu, dass sich mehr Menschen an der Umsetzung der Energiewende beteiligen.

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