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(LOZ). Die Corona-Krise bringt derzeit für unzählige Familien eine ganze Reihe von Veränderungen mit sich. Eltern sind im Homeoffice oder in Kurzarbeit, Kinder gehen nicht in die Schule oder den Kindergarten. Dementsprechend verbringen viele Familien mehr Zeit miteinander als üblich. Wenn die Heimarbeit und die Hausaufgaben erledigt sind, bleibt somit noch viel Zeit, die sich gemeinsam verbringen lässt. Bestens geeignet dafür sind Gesellschaftsspiele, die im hektischen Alltag immer mehr in Vergessenheit geraten.

Sehr beliebt sind beispielsweise Klassiker wie Mikado oder Mensch ärgere dich nicht. Sie haben keine allzu komplizierten Regeln und können daher auch mit jüngeren Kindern gespielt werden. Manche Kartenspiele sind hingegen anspruchsvoller, weil dafür auch strategisches Denken vonnöten ist. Auch bei den komplexeren Brettspielen gibt es Klassiker, die sich seit vielen Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreuen. Dazu gehören etwa „Monopoly“, „Scrabble“, „Risiko“ und „Spiel des Lebens“. Wer mit Kindern spielt, sollte jedoch auf die Altersempfehlung achten. So ist zum Beispiel „Monopoly“ ab acht Jahren empfohlen, während „Scrabble“ und „Risiko“ idealerweise mit Kindern ab zehn Jahren gespielt wird.

Wer auf der Suche nach neuen Spielen ist, der interessiert sich mit Sicherheit für die Preisträger bei der Wahl zum Spiel des Jahres. Der gleichnamige Verein vergibt alljährlich drei Auszeichnungen, nämlich an das beste Spiel des Jahres sowie das Kennerspiel und das Kinderspiel des Jahres. Bei den vergangenen Preisverleihungen wurden „Just One“ (2019), „Azul“ (2018) und „Kingdomino“ (2017) als beste Spiele des Jahres gekürt. Die letzten Auszeichnungen als Kinderspiel des Jahres erhielten „Tal der Wikinger“ (2019), „Funkelschatz“ (2018) und „Icecool“ (2017).

Als Kennerspiel bezeichnet der Verein Spiel des Jahres e.V. Titel, die vor allem für erfahrene Spieler geeignet sind, die auf der Suche nach größeren Herausforderungen sind. Die nominierten Spiele zeichnen sich dementsprechend vor allem durch ihre Komplexität aus. Der Gewinnertitel aus dem Jahr 2019, „Flügelschlag“ von der Spieleautorin Elizabeth Hargrave, verfügt beispielsweise über mehr als 200 Karten, über 40 Würfel, verschiedenes weiteres Zubehör sowie gleich drei Regelwerke. Das Spiel wurde nicht nur zum Kennerspiel des Jahres 2019 gewählt, sondern im gleichen Jahr auch mit dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet.

Der Deutsche Spielepreis ist eine weitere prestigeträchtige Auszeichnung für Gesellschaftsspiele. Auch im Rahmen dieses Preises wurde eine spezielle Kategorie für junge Spieler eingeführt: der Deutsche Kinderspielpreis. Die letzten Gewinner waren „Concept Kids Tiere“ (2019), „Memoarrr!“ (2018) und „Icecool“ (2017). Den Deutschen Spielepreis erhielten vor „Flügelschlag“ (2019) die Titel „Azul“ (2018) und „Terraforming Mars“ (2017). Da „Azul“ im Jahr 2018 sowohl zum Spiel des Jahres gewählt als auch mit dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet wurde, lohnt sich auch ein Blick auf den Titel des Autors Michael Kiesling. Darin müssen die Spieler Mauern mit kleinen Fliesen schmücken. Dabei gilt es, verschiedene Vorgaben zu erfüllen. Für bestimmte Anordnungen der Fliesen gibt es Bonuspunkte, die am Ende möglicherweise über den Sieg entscheiden. „Azul“ ist für Spieler ab acht Jahren geeignet. Mit einem Spiel wie diesem dürfte es nicht allzu schwer fallen, das Verweilen in den eigenen vier Wänden während der Corona-Krise so angenehm wie möglich zu gestalten.