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(LOZ). Der Bundestag hat im März ein Gesetz beschlossen, das die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie abmildern soll. So sollen Verbraucher, die Kredite bedienen müssen, vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können Betroffene die Raten für ihren Kredit vorübergehend aussetzen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) untersucht, ob und wie Banken diese Vorgabe umsetzen und bittet Verbraucher um Mithilfe.

Die Pandemie bedeutet für viele Verbraucher ausfallende Einnahmen, zum Beispiel durch Kurzarbeitergeld, Arbeitslosigkeit oder wegbrechende Aufträge als Freiberufler. In der Folge können sie Darlehen nicht mehr bedienen. Damit Kreditnehmer in dieser Situation nicht unverschuldet in eine finanzielle Notlage kommen, hat der Bundestag im März ein Kreditmoratorium verhängt. Es sieht vor, dass Schuldner, die aufgrund der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten sind, die Raten für Zins- und Tilgungsleistungen für drei Monate aussetzen können. Diese Aussetzung ist nur möglich, wenn der Kreditvertrag vor dem 15. März 2020 geschlossen wurde.

Die Erfahrungen Betroffener sind gefragt

Die Verbraucherzentralen und der vzbv untersuchen nun, ob Banken das Gesetz einhalten und wie sie reagieren, wenn ihre Kunden infolge der Corona-Krise Zahlungsschwierigkeiten haben. Dabei sind die Verbraucherschützer auf die Hilfe betroffener Verbraucher angewiesen und bittet um Meldung in folgenden Fällen:

  • wenn sie bei ihrer Bank die Stundung eines Kredits beantragt haben
  • wenn sie Probleme hatten, die Stundung durchzusetzen
  • wenn sie die Stundung der Tilgung durchgesetzt haben, die Bank aber an der Zinsforderung auch während der Aussetzung festhält
  • wenn sie aufgrund pandemiebedingter Zahlungsschwierigkeiten andere Vereinbarungen mit den Kreditgebern getroffen haben.

Betroffene können über die Website verbraucherzentrale.de direkt eine Meldung absenden und Unterlagen hochladen. 

Weitere Tipps, Musterbriefe und Unterstützung für Verbraucher

Unter der Servicenummer 0431 / 590 99 40, per Kontaktformular oder Email an info@vzsh.de bietet die Verbraucherzentrale Betroffenen Rat und Unterstützung. Unter www.verbraucherzentrale.sh stehen täglich aktualisierte Informationen zu den Folgen der Corona-Pandemie für Verbraucher zur Verfügung.

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