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(LOZ). Am 10. September um 11 Uhr ist bundesweiter Probe-Alarm. Überall in Deutschland heulen dann die Sirenen, im Radio und über Warn-Apps werden Warnmeldungen herausgegeben. Mit dem Probealarm wollen die Katastrophenschutz-Behörden die Bevölkerung mit Funktion und Ablauf von Warnungen vertraut machen, die Warninfrastruktur überprüfen und auf Warnmittel hinweisen. Mit der Nutzung von Warn-Apps und bedarfsgerechten Vorräten können Verbraucher für mögliche Notfälle vorsorgen.

Unwetter, Großbrände oder lang andauernde Stromausfälle sind typische Situationen für den Katastrophenschutz. Für Verbraucher ist es wichtig, in solchen Fällen gewarnt und verlässlich informiert zu sein. Eine Möglichkeit dazu sind Warn-Apps. Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA, fasst alle wichtigen Warnmeldungen zusammen, die Bund, Länder und Gemeinden über das Modulare Warnsystem herausgeben. Dieses System wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betrieben und von den Lagezentren der Länder sowie von lokalen Feuerwehr- und Rettungsleitstellen genutzt. Hinzu kommen Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen des gemeinsamen Hochwasserportals der Länder.

Wer im App Store (iOS) oder dem Google Play Store (Android) nach Warn-Apps sucht, erhält viele weitere Angebote von diversen Wetter-Warn-Apps bis hin zur Erdbeben-App. Bei kostenlosen Apps von kommerziellen Anbietern ist Vorsicht geboten. Dabei können In-App-Käufe unerwartete Kosten verursachen und Werbefenster in untergeschobene, kostenpflichtige Abo-Verträge führen.

Lebensmittel: Sinnvolle Vorräte statt Hamsterkäufe

Die meisten Menschen denken bei der Vorbereitung auf Notfälle zuerst an Lebensmittel-Vorräte. Besonders deutlich zeigte sich das während des Corona-Lockdowns in Hamsterkäufen, die zu Liefer-Engpässen bei Konserven, Mehl oder Nudeln führten. Das BBK empfiehlt zur Vorsorge einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für zehn Tage. „Das sollten Lebensmittel sein, die im eigenen Haushalt regelmäßig auf den Tisch kommen, um Verschwendung und Müll zu vermeiden“, sagt Saskia Vetter von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wichtig ist vor allem Trinkwasser. Auch ein paar Konserven, Haferflocken, Knäckebrot oder Zwieback sowie Marmelade und Honig können sinnvoll sein. Das kann man notfalls auch essen, wenn Strom und Wasser fehlen. „Das Wichtigste ist aber, dass diese Lebensmittel immer wieder verbraucht und erneuert werden“, so die Referentin für Lebensmittel und Ernährung.

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