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(LOZ). Der Do-it-yourself-Trend steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Ob eigene Kosmetikartikel, Kleidung oder Möbel: Der Trend, Dinge selbst zu machen, ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. So wird Do-it-yourself selbst zum Geschäftsmodell – und die DIY-Begeisterten zu einer neuen Zielgruppe.

Do-it-yourself hätte ein Trend wie jeder andere sein können, der ein kurzes Hoch erlebt und dann wieder verschwindet. Um die neue DIY-Bewegung hat sich allerdings eine regelrechte Szene etabliert, die keinerlei Rückzugserscheinungen erkennen lässt. Die Themen DIY, Nachhaltigkeit, Upcycling und Verpackungsvermeidung werden immer relevanter – wer sich damit beschäftigt, liegt also genau am Puls der Zeit. Schließlich ist im Zeitalter der Klimaveränderung ein gesellschaftliches Umdenken gefragt. Auch die Digitalisierung trägt ihren Teil dazu bei, dass sich immer neue Formen im Bereich des DIY herausbilden – sei es durch Video-Tutorials, Trends in den sozialen Medien oder die Entwicklung neuer Verfahren. Vor allem die Millennials stellen eine wachsende Zielgruppe für selbstgemachte, einzigartige Produkte dar.

Wie bei jedem Trend gibt es allerdings Gewinner und Verlierer: Wer vieles selbst anfertigt, kauft eben weniger Fertiges. Alle, die an der Konsumlaune Geld verdienen möchten, haben beim DIY-Trend also schlechte Karten – oder doch nicht? Der Absatzmarkt für DIY-Produkte wächst stetig, denn wer Dinge nicht so ohne Weiteres selbst machen kann, möchte sie stattdessen kaufen – oder das Erlebnis des Selbermachens professionell buchen.

Learning by doing oder DIY-Workshops?

Eine Gruppe junger Menschen beugt sich in einem Café über Tische, auf denen diverse Bastelartikel liegen. Das Ziel: Am Ende des Abends möchte jeder ein selbstgemachtes Produkt mit nach Hause nehmen. Sei es das Herstellen von Malereien, die Produktion wohlriechender Seifen, das Backen von Brot oder das Fertigen von Blumengestecken: Das Geschäftsmodell der DIY-Workshops ist immer gleich. Die Teilnehmer zahlen einen Festpreis, die Bastelmaterialien werden gestellt und am Ende des Workshops steht das zufriedenstellende Gefühl, etwas mit den eigenen Händen erschaffen zu haben. Nicht alle Teilnehmer sind erfahrene Bastler – für viele liegt die Motivation darin, in lockerer Runde etwas zusammen zu unternehmen. Warum sich das so gut anfühlt? Das Stichwort lautet Selbstermächtigung. In einer zunehmend digitalen Welt ist das erhebende Gefühl, etwas Greifbares erschaffen zu haben, einer der wichtigsten Aspekte des DIY-Trends.

Aber auch das Basteln im privaten Rahmen kann sich finanziell durchaus auszahlen. Auf den regelmäßig stattfindenden Kunsthandwerkmärkten in der Region können Interessierte Materialien erwerben, Ideen austauschen und Selbstgemachtes verkaufen. Insbesondere hausgemachte Naturkosmetik kommt gut an – sei es als Geschenk, für den Eigenbedarf oder als Verkaufsgut in der DIY-Szene. Die natürlichen Rohstoffe bereichern die Pflegeroutine und erhöhen gerade in der kalten Jahreszeit den Wohlfühlfaktor. Und wer keine Lust auf Kleidung von der Stange hat, der schneidert einfach selbst! Dazu braucht man eigentlich nur den richtigen Stoff und die passende Anleitung – und schon kann es losgehen. Wer es handfester mag, der greift zu Holz: Von großen Holzbuchstaben als Wanddekoration bis hin zu Möbeln aus Paletten gibt es unzählige DIY-Projekte. Einfach die Ärmel hochkrempeln und beherzt loslegen!

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