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(LOZ). Das Herzogtum Lauenburg ist ein beliebter Wohnort von Immobilienbesitzern – ob Eigentumswohnung oder Haus. Wer bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden wohnt, kann eine staatliche Förderung erhalten. Dieses sogenannte Wohnförderkonto ist jedoch nicht für jeden geeignet.

Wohnförderkonto: Eine andere Form der Altersvorsorge

Viele Menschen sorgen sich um ihre Rente. Tagesgeld- und Sparkonten sind längst nicht mehr so lukrativ wie früher, weshalb Verbraucher ihr Geld gewinnbringend anlegen wollen. Riester-Modelle erfreuen sich diesbezüglich immer noch großer Beliebtheit. Auch das Wohnförderkonto basiert auf dem Prinzip eines konventionellen Riester-Vertrags. Bei einem Wohn-Riester-Vertrag dient jedoch das Haus oder die Wohnung als Altersvorsorge. Anders als bei einem normalen Riester-Vertrag erfolgt die Versteuerung zudem nachgelagert, wie dieser Artikel ausführlich erläutert. Auf dem Wohnförderkonto werden dann alle staatlich geförderten Zahlungen und Zulagen vermerkt, die Immobilienbesitzer für ihren Wohn-Riester-Vertrag tätigen oder erhalten.

Wer profitiert von einem Wohnförderkonto?

Wann aber lohnt sich ein Wohn-Riester-Vertrag? Ein Wohnförderkonto kommt vor allem für diejenigen infrage, die eine Immobilie kaufen oder bauen wollen. Versicherungspflichtige Arbeitnehmer können das staatliche Förderprogramm ebenso in Anspruch nehmen wie Beamte, Berufssoldaten oder Richter. Voraussetzung ist jedoch, dass sie die Immobilie selbst bewohnen. Ein wesentlicher Vorteil des Wohnförderkontos ist die Steuerersparnis. Da Immobilienbesitzer ihre Immobilie bis zum 60. Lebensjahr nicht besteuern müssen, können sie ihren Kredit auch wesentlich schneller tilgen.

Da die Steuerschulden erst mit dem Beginn der Rentenzahlung fällig werden, ist eine jährliche Steuerersparnis von mehreren Tausend Euro möglich. Allerdings sollten Steuerzahler einen Großteil des Geldes für die spätere Tilgung zurücklegen. Gewöhnlich erfolgt die Rückzahlung der Steuerschulden zwischen dem 60. und 68. Lebensjahr. Grundsätzlich haben Rentner die Wahl zwischen zwei Modellen. Wenn sie die Steuerschuld sofort begleichen, erhalten sie einen Rabatt von 30 Prozent. Sie können die Schulden aber auch in Raten abbezahlen. Allerdings muss die letzte Zahlung bis zum 85. Lebensjahr erfolgen.

Ein Wohnförderkonto lohnt sich deshalb nur für diejenigen, die über genug Eigenkapital für eine Immobilie verfügen. Geringverdiener sollten auf dieses Förderprogramm eher nicht zurückgreifen, weil die Gefahr der Überschuldung im Alter dann groß ist.

Fazit

Ein Wohnförderkonto ist ein hilfreiches Förderprogramm, das Immobilienbesitzer im Berufsleben unterstützt. Da die Spareinlagen mit einem jährlichen Steuersatz von zwei Prozent besteuert werden, ist es jedoch nicht für jedermann geeignet. Geringverdiener sollten sich nach anderen Geldanlagen und Förderprogrammen umsehen.

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