Nachhaltigkeit in der Küche: Geschirr umweltschonend waschen und spülen

Foto: hfr

 

(LOZ).Pro Jahr werden in Deutschland etwa 330 Milliarden Geschirrstücke abgewaschen. Dabei werden tonnenweise Spülmittel und Wasser verbraucht – ganz zu schweigen von dem Strom, den Spülmaschinen benötigen. Kleine, nachhaltige Verbesserungen, die jeder vornehmen kann, haben in der Summe einen großen Effekt.

Spülmaschinen sind besser als Handwäsche

Man könnte meinen, dass das Abwaschen per Hand weniger CO2-Emissionen verursacht als ein Geschirrspüler. Dabei wird jedoch vergessen, dass auch Energie benötigt wird, um das Wasser aus dem Hahn aufzuwärmen. Moderne Spülmaschinen haben einen deutlich niedrigeren Wasser- und Energieverbrauch als noch vor einigen Jahren und sind somit langfristig wirtschaftlicher und umweltschonender als die Handwäsche. Eine Studie der Uni Bonn bestätigte die ökologischen Vorteile: Spülmaschinen verbrauchen gegenüber dem Handspülen im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie. Dafür müsse jedoch, so die Forscher, beim Waschen einiges beachtet werden.

Tipps zur ressourcenschonenden Reinigung

Befüllen Sie die Spülmaschine immer so, dass möglichst viel Geschirr hineinpasst, und schalten Sie sie erst an, wenn sie voll beladen ist. Einige Maschinen haben das Programm „halbe Ladung“. Dieses spart jedoch nur etwa 10 bis 20 Prozent Strom und Wasser im Vergleich zur vollen Ladung. Passen Sie das Programm an den Grad der Verschmutzung an: Ist das Geschirr nur leicht verschmutzt, reicht möglicherweise ein Spar- und Kurzprogramm bei niedrigeren Temperaturen aus. Verzichten Sie, außer bei stark verschmutztem Geschirr, auf eine Vorwäsche per Hand, da dabei unnötigerweise Wasser, Spülmittel und Energie verbraucht werden. Achten Sie jedoch darauf, gröbere Essensreste vorher in den Müll zu entsorgen. Töpfe und Pfannen, die stark verkrustet sind, werden vorab für einige Stunden oder über Nacht eingeweicht. Als Spülmittel für die Maschine können Sie Tabs oder Pulver verwenden – beides hat Vor- und Nachteile. Egal, wie Sie sich entscheiden: Verwenden Sie das Spülmittel möglichst sparsam und beachten Sie dabei die individuelle Wasserhärte in Ihrem Wohngebiet. Härteres Wasser erfordert höhere Mengen an Reinigungsmittel, Klarspüler und Spezialsalz, weicheres Wasser kommt mit weniger aus. Wird die Maschine gerade nicht benötigt, schalten Sie sie ganz aus: Auch der Stand-by-Modus verbraucht Strom. Achten Sie zuletzt darauf, Ihre Spülmaschine regelmäßig zu warten und die Siebe zu reinigen. Besonders bei hartem Wasser ist es wichtig, regelmäßig Kalkrückstände zu entfernen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Lebensdauer Ihres Gerätes, beugen Fehlfunktionen vor und sorgen dafür, dass das Geschirr wirklich sauber wird.

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