Auf dem Mechower Aussichtsturm: Jürgen Jeske (Zweckverband Schaalsee-Landschaft,ZSL), Tobias Goldschmidt (Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein), Maria Boness (ZSL), Manfred Bohlen (Leiter des Referats für Schutzgebiete und Artenschutz im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein) (v.l.n.r.). Foto: hfr
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Mechow/Ratzeburg (LOZ). Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt besuchte den Zweckverband Schaalsee-Landschaft (ZSL). Gemeinsam mit Maria Boness, Geschäftsstellenleiterin des ZSL, informierte sich der Minister vor Ort in Mechow über die Erfolge und Herausforderungen der grenzübergreifenden Naturschutzarbeit entlang des Grünen Bandes an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Hier, wo einst die innerdeutsche Grenze Deutschland teilte, wechseln heute Rinder auf den Weideflächen des Zweckverbandes frei zwischen Ost und West – ein Symbol für den erfolgreichen Wandel der Region zu einem lebendigen Naturraum ohne Barrieren.

Biotopvernetzung stärken – Klimaresilienz fördern

Am Aussichtsturm Mechow sagte Umweltminister Goldschmidt: „Klimaresiliente und vernetzte Lebensräume sind entscheidend für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Deswegen sind Projekte wie dieses so wertvoll. Durch das Engagement des Zweckverbandes, kann hier, an der ehemaligen Grenze, auch die Natur wieder zusammenwachsen. Der Zweckverband hat bereits viel erreicht, doch es gibt auch noch Lücken im Biotopverbund am Grünen Band. Diese Barrieren wollen wir abbauen, um die Wanderung von Arten zwischen den Lebensräumen wieder zu ermöglichen und die natürliche Durchlässigkeit der Landschaft wieder herzustellen.“

Naturschutz mit Wirkung – für Artenvielfalt und Klimaschutz

ZSL-Geschäftsstellenleiterin Maria Boness betonte die Bedeutung großflächig vernetzter Naturräume: „Am Mechower See sehen wir konkret, wie sich unsere Arbeit positiv auf die Natur auswirkt. Durch gezielten Flächenkauf konnten wir bereits zahlreiche Biotope verbinden. Diese Vernetzung ist für Arten- und Klimaschutz in unserer Region von unschätzbarem Wert.“

Dank der Förderung durch das Umweltministerium konnte der ZSL sein Team verstärken: „Mit Jürgen Jeske, Diplom-Ingenieur Landespflege, haben wir nun einen Experten, der sich dem Flächenankauf und der Weiterentwicklung des Biotopverbunds widmet. Diese Unterstützung ist für die Umsetzung unserer Ziele essenziell“, so Boness.

Grünes Band: Eine lange Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben

Seit fast 35 Jahren fördert das Land Schleswig-Holstein den Biotopverbund entlang des Grünen Bandes mit vielfältigen Projekten. Bereits 1991 wurde der Zweckverband Schaalsee-Landschaft gegründet – ein deutschlandweit einzigartiger Zusammenschluss, der länderübergreifend in drei Landkreisen Flächen ankauft und naturschutzfachlich entwickelt. „Durch die grenzüberschreitende Naturschutzarbeit ist hier ein echtes Juwel entstanden“, meint Umweltminister Tobias Goldschmidt.

Über das Projekt

Das Projekt am Grünen Band zur Stärkung des Biotopverbundes in Schleswig-Holstein wurde 2024 gestartet und ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Es verfolgt das Ziel, bestehende Lücken im Biotopverbund entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Kreis Herzogtum Lauenburg zu schließen, neue Lebensräume zu vernetzen und gezielte Naturschutzmaßnahmen umzusetzen.

Dabei steht neben der Schaalseeregion, in der der Zweckverband bereits seit Jahrzehnten erfolgreich tätig ist, auch der südliche Raum bis zur Elbe im Fokus. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Vorhaben, der Kreis Herzogtum Lauenburg ergänzt die Finanzierung durch eine Viertel-Personalstelle und stellt rund 200 Hektar Naturschutzflächen dem Zweckverband zur Verfügung.

Über den Zweckverband Schaalsee-Landschaft

Der Zweckverband Schaalsee-Landschaft ist der einzige grenzüberschreitend tätige, öffentliche Eigentümer von Naturschutzflächen an der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Er engagiert sich seit fast 35 Jahren für den Erhalt, die Entwicklung und den Schutz der einzigartigen Schaalseelandschaft und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum kommunalen Arten- und Klimaschutz.

Träger des Zweckverbandes sind die Landkreise Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein), Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) sowie die Umweltstiftung WWF Deutschland.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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