Geesthacht (LOZ). Im Jahr 1925 als Hamburger Hafenbarkasse gebaut und Ende der 1990er Jahre von Jugendlichen des ehemaligen Jugendaufbauwerkes Geesthacht im Rahmen eines Projektes saniert und instandgesetzt: Die Stadtbarkasse Piep benötigt wieder eine größere Reparatur. Dafür wurde nun im Rahmen der konstituierenden Sitzung der Geesthachter Ratsversammlung die Bereitstellung von überplanmäßigen Geldern beantragt.
Die Barkasse, die der Stadt Geesthacht gehört und von einem Förderkreis für Rundfahrten zu städtischen oder auch privaten Veranstaltungen gechartert werden kann, musste im April zu Instandsetzungsarbeiten in eine Werft. Dies sollte gleichzeitig dazu genutzt werden, um das notwendige Bootszeugnis durch einen Sachverständigen verlängern zu lassen. Dieser stellte dann aber erhebliche Mängel vor allem am Heck des Schiffes fest und attestierte, dass die Barkasse in diesem Zustand nicht mehr schwimmfähig sei. Der Schiffsfachmann sah den aktuellen Gesamtzustand aber als zeitliches Zeugnis der damaligen Schiffbaukunst an und war der Auffassung, dass es sich durchaus um ein erhaltenswertes Schiff handelt.
Ein Reparaturangebot der Werft lag in Höhe von 58.500,40 Euro vor. Darin waren aber auch Schätzwerte enthalten, da es noch zu unvorhersehbaren Mehrkosten kommen könne. Aus diesem Grund wurde von der Stadtverwaltung vorgeschlagen, insgesamt 65.000 Euro für die notwendigen Reparaturen zur Verfügung zu stellen. Mehrheitlich votierten am Ende die Ratsmitglieder für die Freigabe der Mittel mit der Ergänzung, dass zusammen mit dem Förderkreis ein Nutzungskonzept erstellt und bis Jahresende im Hauptausschuss präsentiert werden soll.
