Foto: Franzi Schädel
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(LOZ). Es ist bundesweit das erste Projekt dieser Art: Seit einigen Wochen übernehmen ehemals von Gewalt betroffene Frauen ehrenamtlich Wochenend-Notdienste bei der Frauenberatungsstelle Land-Grazien. Sie haben den Instagram-Account sowie das Email-Postfach im Blick und auch das Telefon wird auf die Ehrenamtlichen umgeleitet. So wird gewährleistet, dass Frauen und Kinder, die eine Ansprechpartnerin brauchen, schnellstmöglich jemanden finden.

Alle beteiligten Frauen lebten in der Vergangenheit im Frauenhaus und haben dadurch eigene Erfahrungen sammeln können, die sie nun an betroffene Frauen weitergeben. Innerhalb der Gruppe werden zehn verschiedene Sprachen gesprochen, sodass es seltener zu Sprachbarrieren kommt. Außerdem sind alle Ehrenamtlichen auch über das Projekt hinaus politisch engagiert gegen Sexismus, aber auch gegen Rassismus und Antisemitismus.

Das Projekt soll nicht nur die festen Mitarbeiterinnen in der Beratung entlasten. „Frauen, die selbst Gewalterfahrungen gemacht haben, sind die wahren Expertinnen auf diesem Gebiet. Wir sind dankbar, mit diesen zehn Ehrenamtlichen neue Perspektiven gewonnen zu haben, die uns nicht nur unterstützen, sondern auch weitere Blickwinkel eröffnen“, so Miriam Peters, Koordinationskraft der Land-Grazien und Sozialarbeiterin.

Zwar führen die Frauen keine vollständigen Beratungen durch, können aber als erste Ansprechpartnerinnen bereits viel auffangen und Möglichkeiten aufzeigen. Dafür werden sie von Fachpersonal begleitet, das stets für Fragen erreichbar ist. Supervision sowie Fortbildung sind obligatorisch für alle Beteiligten.

„Wir erhoffen uns durch dieses Projekt, dass die Frauen mit einer sinnstiftenden Aufgabe neuen Auftrieb bekommen und Selbstermächtigung erfahren“, so Peters.

Kurznachrichten aus der Region


Gefährliche Schneelast auf den Bäumen - Kreisverwaltung gibt Entwarnung
Die Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg hatte in der vergangenen Woche nach den heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel vor dem Betreten der Wälder gewarnt und ein teilweises Betretungsverbot für die Kreiswälder ausgesprochen. Mit Blick auf die aktuelle Witterung konnten Warnung und Verbot am Dienstag, 13. Januar, wieder aufgehoben werden. Tauwetter und Wind haben die Schneelasten von den Baumwipfeln genommen, Mitarbeitende der Kreisforsten haben die Waldwege bereits überwiegend von Hindernissen befreien können. Die Wege können wieder mit der gebotenen Vorsicht auf eigene Gefahr genutzt werden. Brennholzselbstwerber und die gewerbliche Holzabfuhr können die Wege nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern ebenfalls wieder nutzen.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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